Ran an den Sub mit Ava 2018 – August

Endlich Urlaub. Bevor ich in meinen nächsten freien Tagen, das Geburtstagsgewinnspiel auslose und Euch Bücher wie „Tyll“ und „Die Stille meiner Worte“ vorstelle, möchte ich heute meine Monatsauswahl zu Avas „Ran an den SuB“-Challenge präsentieren. Im August dreht sich dabei alles um das Thema „Buchreihen“ – und so nutze ich die Gelegenheit, endlich einige liebgewonnene Buchreihen bzw. Buchuniversen fortzusetzen.

Dabei habe ich mich für folgende drei Bücher entschieden:

  • „Silberschwingen – Rebellin der Nacht“ von Emily Bold,
  • „Sonea: Die Hüterin“ von Trudi Canavan und
  • „Aschenputtel und die Erbsen-Phobie“ von Nina MacKay.

Das wird ein genialer Monat. Mit „Aschenputtel“ setzt Nina ihre Märchenwald-Reihe fort, die mich bereits im ersten Band „Rotkäppchen und der Hipster-Wolf“ so unglaublich unterhalten (zurecht eines meiner Jahreshighlights 2017) hat, mit „Rebellin der Nacht“ beendet Emily ihre „Silberschwingen“-Dilogie, potentiell eines der Jahreshighlights 2018. Zwar ist „Die Hüterin“ offiziell der Beginn einer neuen Trilogie. Sie schließt jedoch an „Die Gilde der schwarzen Magier“ an und spielt im gleichen Buchuniversum, ist daher vielmehr Fortsetzung als Neubeginn. Auch hier freue ich mich schon darauf, liebgewonnene Charaktere wiederzutreffen, und erneut in die Welt von Kyralia und Sachaka einzutauchen, die mich mit ihrem Weltenbau hellauf begeistert hat.

Zum Abschluss möchte ich Euch natürlich die, teils wirklich wunderschönen, Cover der Bücher nicht vorenthalten.

[LBM2018] Tag 1 – Ein gelungener Start

Nach einem ereignisreichen, ersten Tag bin ich zurück im Hotel und möchte Euch natürlich den Bericht des ersten Messetages nicht vorenthalten.

20180315_110444Ich startete ganz geruhsam in den Tag, ließ mir von der tollen Nina MacKay ihren neuen, bezaubernden Roman „Teenie Voodoo Queen“ signieren und sicherte mir einen fantastischen Reiseführer und einen Loveletter-Convention Beutel. Im Anschluss ging es dann zur ersten Veranstaltung des Tages. Für Amazon Publishing sprach Marah Woolf zu den Themen Leserbindung und Fan-Management. Neben vielen interessanten Ansätzen begeisterte mich vor allem, dass sie deutlich betonte, dass ein Lektorat für einen Selfpublishing-Roman alternativlos sei.

20180315_124305Als nächstes besuchte ich eine Lesung und ein Gespräch mit der britisch-amerikanischen Bestseller-Autorin Helen Bryan, deren neuestes Werk „Tal der Träume: Der Aufbruch“ im Amazon-Imprint „Tinte & Feder“ erschienen ist. Vielen Dank an dieser Stelle auch an Amazon-Publishing für die Bereitstellung eines Signierexemplars im Anschluss an die Lesung. Aus der deutschen Ausgabe las Schauspielerin und Sprecherin Ann Vielhaben.

20180315_140007(0)Von der Belletristik ist es nur ein kurzer Weg zur hohen Politik – nur wenige Minuten später lauschte ich einem Gespräch mit Sarah Wagenknecht auf dem blauen Sofa. Eigentlich sollte sie ihr Buch: „Reichtum ohne Gier“ vorstellen, was aber mehr zu einem Wahlkampfauftritt ausartete. Dementsprechend übersahen sie und der Moderator mehrfach das Zeigen der „Ende“-Karte des Aufnahmeleiters, überzogen 20180315_141620maßlos und brachten den minutiösen Zeitplan ins Wanken. Nichtsdestotrotz bekam auch die Folgeveranstaltung auf dem blauen Sofa eine halbe Stunde Sendezeit – alles andere wäre dem Weltstar Jojo Moyes auch nicht gerecht geworden. Super sympathisch erzählte sie über ihr neuestes Werk „Mein Herz in zwei Welten“, ihr Leben und ihr Schreiben, was allerdings durch eine Simultandolmetscherin nicht gänzlich wiedergegeben werden konnte und der Veranstaltung etwas Flair nahm.

Den Nachmittag ließ ich dann wieder geruhsamer angehen, besuchte den Burgenwelt Verlag, den Verlag Monika Fuchs und traf auch einige bekannte Autoren und Autorinnen. Zum Abschluss, und traditionell dem Highlight des Donnerstags, wurde der Seraph verliehen. In drei Kategorien wurden die besten Fantasy-Bücher des vergangenen Jahres durch eine 21-köpfige Jury ausgezeichnet. Als bestes Buch wurde „Der Kanon mechanischer Seelen“ von Michael 20180315_173052Marrak (Amrun Verlag), als bestes Debüt „Der Optimierer“ von Theresa Hannig (Bastei-Lübbe) und als bester Independent-Titel  „Im Bann der zertanzten Schuhe“ von Janna Ruth (im Foto abgebildet) prämiert. Herzlichen Glückwunsch allen Gewinnern!

Für morgen steht neben einem Meet & Greet mit Emily Bold unter anderem ein Autoreninterview live auf der Messe mit Seraph-Finalistin Nora Bendzko an. Das Interview wird in der Zeit nach der Messe veröffentlicht und es wird auch ein Gewinnspiel dazu geben – lasst Euch überraschen :).

 

[Jahresrückblick] Lesehighlights 2017

Heute möchte ich – nach dem Jahresrückblick als Blogger – das vergangene Jahr aus Lesersicht noch einmal Revue passieren lassen und Euch meine Jahreshighlights vorstellen. Dieses Jahr mit: Julia Adrian, Nina MacKay, Valentina Fast, Ava Reed, J. Vellguth, Dan Brown und Ulla Scheler. Da mich dieses Jahr lesetechnisch so begeistert hat, konnte ich gar nicht anders, als insgesamt 7 Bücher/Buch-Reihen auf das kuschelig-volle Siegertreppchen zu wählen. Insgesamt habe ich 2017 etwas mehr als 30 Bücher gelesen – und damit mein inoffizielles Ziel von 52 klar verfehlt. Für 2018 gelobe ich Besserung. Doch nun – ohne weitere Vorrede – zum Bronzerang.

51khaqt-sql-_sx326_bo1204203200_Den dritten Platz meiner Jahreshighlights teilen sich J. Vellguth mit „Das Päckchen“ und Nina MacKay mit „Rotkäppchen und der Hipster-Wolf“. Mit dem ersten Teil ihrer Märchenreihe (der Nachfolgeband „Aschenputtel und die Erbsen-Phobie“ liegt weit oben auf meinem SuB – ich freue mich schon riesig!) gelang Nina MacKay eine so humorvolle und witzige Märchenadaption, dass ich gar nicht anders konnte, als die einzelnen Figuren direkt in mein Herz zu schließen – dorthin, wo auch J. Vellguths herzerwärmende und süße Liebesgeschichte um eine Buchbloggerin und einen geheimnisvollen Fan einen festen Platz gefunden hat.

617m2b75rhbl-_sx312_bo1204203200_Auf dem Silberrang meiner Jahreshighlights befinden sich ebenfalls zwei Werke: „Wir fliegen, wenn wir fallen“ von Ava Reed und die „Royal“-Reihe von Valentina Fast (Sammelband 1). Mit ihrer zauberhaften Dystopie gelingt Valentina mehr als eine Kopie von Selection – Royal punktet als eigenständiges Werk mit wundervollen, mysteriösen Charakteren, einem exzellenten Weltenbau und vielen Überraschungen. Gleichsam überzeugend und ergreifend ist Avas Jugendbuch (wundervolles Cover: Alexander Kopainski!) – eine Ode an das Leben, das manchmal viel zu kurz sein kann. Den zweiten Royal-Sammelband lese ich derzeit (die Begeisterung hält an!) und Avas neuestes Jugendbuch bei Ueberreuter kann ich ebenfalls kaum erwarten.

51klbkb1ipl-_sx328_bo1204203200_Doch nun *trommelwirbel* – die drei Bücher, die mich im letzten Jahr am stärksten beeindruckt haben. Zum einen – erwartungsgemäß – Dan Brown mit „Origin“. Auch die fünfte Geschichte um Robert Langdon hat nichts an Brillianz und Spannung eingebüßt, steht den Vorläufern im Setting und im Schreibstil in nichts nach. Nachdem es im letzten Jahr mit Halo Summers „Aschenkindel“ eine Märchenadaption bis auf Platz 2 geschafft hat, geht es dieses Jahr für Julia Adrians Reihe um „Die Dreizehnte Fee“ (Band 1, 2, 3) noch ein Stückchen höher. Wort- und bildgewaltig, eindringlich und hochdramatisch erzäht Julia die Geschichte der Feen in Pandora – einfach magisch. Kurz vor Schluss hat sich jedoch noch ein drittes Buch ganz nach oben aufs Siegertreppchen geschoben: „Es ist gefährlich, bei Sturm zu schwimmen“ von Ulla Scheler. Ein meisterhaftes Jugendbuch, mit einem kompromisslosen, bestechenden Schreibstil. Die Geschichte um Ben und Hanna lässt niemanden kalt – und ist zauberhaft erzählt. Auch hier freue ich mich sehr auf „Und wenn die Welt verbrennt“, das zweite Jugendbuch der Autorin, das ich im Rahmen einer Challenge bereits im Januar lesen möchte.

Was waren Eure Lesehighlights des Jahres? Wer von Euch hat die genannten Bücher auch gelesen und wie fandet Ihr sie? Rein damit in die Kommentare :D.

 

[Jahresrückblick] 2017 als Blogger

Ich wünsche Euch allen ein frohes neues Jahr 2018!

Bevor ich in den nächsten Tagen meine – sicherlich spannenderen – Jahresrückblicke als Autor und Leser schreibe, möchte ich den heutigen Tag nutzen, um auf das Jahr 2017 aus Bloggersicht zurückzublicken.

Durch die Teilnahme an Blogconventions, Bloggertreffen und ähnlichem habe ich langsam das Gefühl, mehr in der Bloggerwelt angekommen zu sein, auch wenn ich immer noch nur ein ganz kleines, meist unbeachtetes Licht am Bloghimmel bin und nur wenige andere Blogger kenne :). Insgesamt war ich auch mit der Resonanz sehr zufrieden – und bin Euch allen sehr dankbar, dass Ihr Euch die Zeit und Energie nehmt, die Beiträge zu lesen, zu liken und zu kommentieren <3. Das gibt mir die nötige Energie, die ich brauche, um den Blog auch 2018 wieder kontinuierlich mit Inhalten zu füttern. Doch nun zu den nackten Zahlen im Vorjahresvergleich.

  • Aufrufe: 3.691 (Vorjahr: 2.937) – Steigerung um 25,7%
  • Besucher: 2.001 (Vorjahr: 1.303) – Steigerung um 53,6%
  • Gefällt-mir-Klicks (WordPress): – 541 (Vorjahr: 348) – Steigerung um 55,5%
  • Kommentare: 186 (Vorjahr: 236) – Rückgang um 21,2%
  • WordPress-Follower: 81 (Vorjahr: 47) – Steigerung um 72,3%
  • Facebook-Follower: 294 (Vorjahr: 232) – Steigerung um 26,7%

Der erfolgreichste Blogartikel in diesem Jahr war erneut mein Bericht zur diesjährigen LLC mit 70 Aufrufen, die meistgelesene Rezension die zu „Rotkäppchen und der Hipster-Wolf“ (Nina MacKay) mit 43 Aufrufen.

Ich weiß, dass andere Blogger diese Zahlen sicherlich in einer Woche, höchstens einem Monat erreichen – und doch, bin ich stolz darauf und für jeden einzelnen Besucher dankbar. Auf ein tolles 2018 – gemeinsam, mit vielen spannenden Diskussionen, Beiträgen und Rezensionen. Ich freue mich schon darauf, den ein oder anderen von Euch dann auch wieder persönlich auf den vielen Veranstaltungen zu treffen.

 

[FBM2017] Tag 3 – Zeit für (F)Eierlikör

Am dritten Messetag kam die Messe schlussendlich richtig ins Rollen. Zwar startete ich gemütlich in den Vormittag, den ich mir größtenteils für Treffen freigehalten habe. Ich habe mich sehr gefreut, zum einen Manuela Schörghofer wiederzutreffen, die ich aus gemeinsamen Projekten im Burgenwelt Verlag kenne, und zum anderen mit Stella Delaney eine ebenfalls supernette Kollegin kennenzulernen, die unter anderem für das Schreibmeer bloggt.

Im Verlauf des Vormittags besuchte ich ebenfalls noch meine – am dritten 20171013_113550Fachbesuchertag zum letzten Mal obligatorische – Weiterbildungsveranstaltung, die sehr interessant war. Sebastian Pirling, Fantasy Lektor bei Random House, referierte für Twentysix zum Thema „Konflikte bei Charakteren“. Quintessenz war: Jeder Charakter ist nur so stark, wie die antagonistischen Kräfte, die er überwinden muss, jede Geschichte nur so stark, wie die Konflikte, die in ihr vorkommen. Ein wirklich rundum gelungener Vortrag mit anschaulichen Beispielen, Lektüreempfehlungen und vielem mehr.

Heute fing ich auch zum ersten Mal an, mir als begeisterter Leser neugekaufte Bücher signieren zu lassen. Den Start machten Nina MacKay und Coverdesignerin Marie Graßhoff für „Aschenputtel und die Erbsen-Phobie“. Nach der Mittagspause ließ ich mir dann noch die neue Anthologie, ebenfalls aus dem Drachenmondverlag, „In Hexenwäldern und Feentürmen“ von neun beteiligten Autoren (unter anderem Christian Handel, Katharina Seck, Julia Adrian und Nina Blazon) und vom Covergott Alexander Kopainski höchstpersönlich signieren. Planmäßig folgen an den nächsten beiden Tagen auch nur noch sechs weitere Bücher (Kerstin Gier, Jennifer L. Armentrout, Caroline Brinkmann und Valentina Fast), es hält sich dieses Jahr daher in Grenzen.

20171013_145128Im Anschluss an die zweite Signierstunde ging es für mich zum Bloggertreffen, zu dem der Verlag „Kiepenheuer & Witsch“ geladen hatte. Dort wurde von der Übersetzerin Dagmar Ploetz die von ihr neubearbeitete Auflage von „Hundert Jahre Einsamkeit“, dem Jahrhundertroman von Gabriel Garcia Marquez, vorgestellt. In zwangloser Runde plauderte sie, moderiert von Ulrike Meier, über das Buch und ihre Arbeit – und zeigte sich auch an der Welt der Buchblogs ehrlich interessiert. Aufgrund des kleinen Kreises mal ein ganz anderes Event, aber nicht minder spannend.

Nach einer kurzen Pause kam dann der Abschluss – und, wenn man die Menschenmassen und den Geräuschpegel beachtet, wohl der Höhepunkt des Tages. Udo Lindenberg spielte auf der Open Stage. Nachdem er kurz das Fotobuch gezeigt hatte, das von seinen Auftritten der letzten vier Jahre entstanden ist, spielte er für eine gute halbe Stunde einige seiner größten Hits. Neben „Cello“, „Hinterm Horizont geht’s weiter“ und „Candy Jane“ durfte natürlich „Ich mach mein Ding“ auch nicht fehlen. Eierlikör trinkend – den Udo kurzerhand zum Feierlikör umtaufte – und Zigarre rauchend tänzelte er gewohnt gelenkig über die Bühne. Neben einigen Bandmitgliedern hatte er auch weitere Teile seines regulären Tourteams dabei. Ein Wahnsinn. Vom Gedränge wahrscheinlich ein guter Ausblick auf die nächsten beiden Tage.

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Apropos Ausblick. Morgen muss ich noch eine Stunde früher das Haus verlassen, da ich um neun nicht an der Messe sein muss, sondern in der Frankfurter Innenstadt. Dort findet nämlich das Leser-Blogger-Frühstück mit Jennifer L. Armentrout statt, zu dem ich eingeladen bin. Ich kann es kaum erwarten. Da Abends allerdings noch die Abendveranstaltung mit Dan Brown ist, wird es ein verdammt harter Tag. Ich bitte bereits jetzt um Nachsicht, dass ich den Tagesbericht dann nachreichen werde, da ich wohl kaum vor Mitternacht, nach etwa achtzehn Stunden, wieder zuhause bin :). In dem Sinne wünsche ich Euch ein schönes Wochenende 🙂

[Buchgedanken] Nina MacKay: „Rotkäppchen und der Hipster-Wolf“

Bereits vor einiger Zeit habe ich das dritte Buch in meinem fantastischen Lesefrühling gelesen: „Rotkäppchen und der Hipster-Wolf“, geschrieben von der für den DELIA-Literaturpreis nominierten Autorin Nina MacKay. Es ist 2016 beim Drachenmond Verlag erschienen und ist … gar nicht so leicht zu kategorisieren :). Ich ordne es jetzt mal ohne Gewähr als humoristisch-phantastische Young-Adult-Märchenadaption ein.

Im Märchenwald herrscht Chaos. Die vier Ehemänner von Snow, Cinder, Rose und61jcbd-vigl-_sx353_bo1204203200_ Rapunzel sind verschwunden. Zusammen mit Red machen sich die Prinzessinnen auf die Suche nach ihren Happy-Ends. Schnell sind auch die Hauptverdächtigen klar und werden auf einer „Verhöre-und-Töte“-Liste erfasst. Wölfe, Hexen, böse Feen und Stiefmütter – mal mit mehr, mal mit weniger Erfolg führt die selbsternannte Schneewittchen-Gang ihre Ermittlungen durch. Und als wäre das noch nicht kompliziert genug, trifft Red auf ihren Streifzügen auch noch auf Ever, einen gutaussehenden Hipster, der als Werwolf nicht nur ganz oben auf der Verdächtigenliste steht, sondern auch Red mit ihrer Wolfphobie konfrontiert … und ganz neue Gefühle in ihr weckt. Doch welche Ziele verfolgt Ever? Und was haben Hook, Peter Pan, Alice und Prinzessin Jasemin mit der ganzen Geschichte zu tun?

Dass „Rotkäppchen und der Hipster-Wolf“ schlussendlich durch den phantastischen Lesefrühling zu mir gefunden hat, ist wie ein kleines Happy-End. Als Liebhaber humoristischer Fantasy bin ich immer froh, wenn sich zur Auflockerung zwischen die bedeutungsschwangeren High-Fantasy-Epen ein kleiner, humoristischer Lichtblick verirrt. Und diesen Sinn erfüllt Nina MacKays Werk perfekt. Es unterhält und zaubert jedem Leser (auch bereits mit dem gelungenen Vorwort) ständig ein Lächeln ins Gesicht. Witzige und liebenswerte Charaktere, skurille und außergewöhnliche Begebenheiten und die brilliante Kombination aus Märchen-Setting mit der modernen, technologisierten Social-Media-Welt sorgen für ein märchenhaftes Lesevergnügen.

Mit ihrem locker-leichtem Schreibstil gelingt es der Autorin, den Leser in die Geschichte zu ziehen und nicht mehr loszulassen. Trotz der ständigen Sprünge zwischen den verschiedenen Handlungsorten, wird der Leser stets an die Hand genommen und an die Geschichte herangeführt. Dabei kann man sich gut mit den Charakteren identifizieren, die sich auch im Laufe der Handlung weiterentwickeln. Dabei ist ebenfalls auf die Gestaltung der Nebenfiguren Wert gelegt worden (mir gefallen Cinder, Rose und Rapunzel sogar fast noch besser, als Red und Ever) :). Vor kurzem ist Nina MacKay zudem für ihr Werk „Plötzlich Banshee“ (ivi) für den DELIA-Literaturpreis in der Kategorie „Bester deutschsprachiger Jugendliebesroman“ nominiert worden. Nun weiß ich auch warum – und „Rotkäppchen und der Hipster-Wolf“ wird definitiv nicht mein letztes Buch der Autorin gewesen sein.

Was ich mir noch gewünscht hätte (was aber absolut kein Kritikpunkt sein soll), ist eine Karte am Anfang. Bei der großen Rolle, die die Reisen zwischen den einzelnen Ländern im Buch einnehmen, hätte ich mir eine kleine Übersicht über die Handlungsorte gewünscht :).

Das Cover ist wunderschön und von der talentierten Designerin (und bekannten Autorin) Marie Graßhoff gestaltet worden, der Buchsatz ein erneutes Highlight – wie üblich bei Büchern aus dem Verlag. Die fein eingestreuten Illustrationen von Andrea Grautstück und Mirjam H. Hüberli, das Lektorat von Isabell Schmitt-Egner und das Korrektorat von Lillith Korn überzeugen ebenfalls – Fehler sind in diesem Buch absolute Mangelware.

Mein Fazit? „Rotkäppchen und der Hipster-Wolf“ ist ein tolles, humoristisches Buch. Es sorgt für gute Laune und zaubert dem Leser ein Lächeln aufs Gesicht. Ich freue mich in jedem Fall auf weitere Geschichten aus dem Märchenwald und kann das Buch bedenkenlos jedem Liebhaber fantastischer Literatur ans Herz legen.

[Buchgedanken] Julia Adrian: „Die Dreizehnte Fee – Erwachen“

Mein Buch des Jahres. Eigentlich könnte ich hier die Rezension beenden – aber na gut. Dann mal richtig :).

Bereits vor einigen Tagen habe ich im Rahmen des fantastischen Lesefrühlings (mein zweites Buch der Challenge) „Die Dreizehnte Fee – Erwachen“ von Julia Adrian beendet, den Auftakt zu ihrer fantastischen Märchen-Reihe – doch aufgrund des Nachmessestresses kam ich erst heute dazu, die Rezension zu verfassen. Das Buch ist in der derzeitigen Ausgabe 2015 beim Drachenmond Verlag erschienen (mein Exemplar gehört mittlerweile zur dritten! Auflage). Ich würde es als Young-Adult-Märchenroman einordnen.

Der Roman erzählt die Geschichte von Lilith, der Dreizehnten Fee, die aus einem 1000-jährigen61aslfecpol-_sx343_bo1204203200_ Schlaf erwacht und feststellt, dass die Welt sich geändert, und sie ihre Magie verloren hat. Wütend sinnt sie auf Rache und macht sich zusammen mit dem Hexenjäger auf die Jagd nach ihren zwölf Schwestern. Schnell lernt sie, dass ihre neue menschliche Seite mehr Gefühle kennt als den Wunsch nach Vergeltung. Doch darf sie diese auch zulassen? Sie, die Königin?

Der erste Band der dreizehnten Fee lässt mich begeistert, verzaubert, aber auch verzweifelt zurück. Verzaubert bin ich von der Geschichte und dem Schreibstil, restlos begeistert von der grandiosen Buchgestaltung. Verzweifelt … nun ja, einerseits gehen mir so langsam die Superlative und Lobeshymnen aus (und wenn ich daran denke, dass ich derzeit Nina MacKays „Rotkäppchen und der Hipster-Wolf“ lese, schwant mir auch für die Zukunft Übles), andererseits zeigt mir das Buch auch meine eigenen Unzulänglichkeiten auf. Es. Ist. Perfekt!

Der Autorin gelingt es, der Geschichte eine solche Intensität zu verleihen, dass man das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen möchte. Durch geschickt eingebaute Rückblenden erfährt man nach und nach mehr über die einzelnen Charaktere und die Zeit vor dem 1000-jährigen Dornröschenschlaf. Auch die Geschichte der Welt Pandora wird immer mal wieder eingeflochten. Trotz der Rückblenden wird der Spannungsbogen jedoch die ganze Zeit über gehalten. Die Protagonisten sind vielschichtig und machen, obwohl der Roman eher kurz gehalten ist, eine tolle Entwicklung durch, die nicht abgeschlossen ist und viel Raum für die Folgebände lässt. Als Leser kann man sich sofort mit ihnen identifizieren, spürt ihre Freude, Wut und Trauer.

Julia Adrian erschafft durch ihre Sprache hier eine zauberhafte Welt. Mit ihrem leichten, flüssig lesbaren Schreibstil hält sie den Leser gefangen, lässt durch die Bildgewaltigkeit der Sprache ein Kopfkino ablaufen. An dieser Stelle möchte ich ebenfalls Lektorat und Korrektorat loben, die auch auf ganzer Linie überzeugen. Spätestens jetzt hätte ich normalerweise auch schon die ersten Schwächen des Romans angesprochen, aber hier … ich finde keine!

Die Buchgestaltung ist einmalig – vielen Dank an den Drachenmond Verlag, für die wundervollen Bücher. Das Cover ist vom fantastischen Alexander Kopainski entworfen und wunderschön, die Cover-Innenseiten sind teils ausklappbar und setzen einerseits das Cover fort, andererseits wird die Autorin vorgestellt. Die Illustrationen im Buch passen zur Geschichte und sind ebenfalls gelungen. Was mich jedoch neben dem Cover noch restlos überzeugt hat, ist der Buchsatz. Die einzelnen Seiten sind aufwändig, teils auch unterschiedlich gestaltet, die Kapitelüberschriften wunderschön kalligrafiert. In der heutigen Zeit rar geworden, hält sich das Buch auch an eherne Regeln und fängt jedes Kapitel auf der rechten Seite an.

Mein Fazit? „Die Dreizehnte Fee – Erwachen“ ist ein atemberaubendes Buch. Spannend und gefühlvoll zieht es den Leser in die Handlung und lässt ihn mit den vielschichtigen Protagonisten bis zum Ende mitfiebern. Die perfekte Umsetzung des Buches rundet das Gesamtpaket ab. Julia Adrian erschafft hier den Auftakt einer Buchreihe, der nach mehr lechzen lässt. Ich kann die anderen Teile kaum erwarten (und ärgere mich schon, dass ich sie wegen des Lesefrühlings wohl erst in einem Monat lesen kann). Für Märchenliebhaber – und eigentlich auch für jeden Bücherfreund – bedenkenlos zu empfehlen.

 

[LBM 2017] Tag 3 – Schockverliebt

Was für ein anstrengender, was für ein schöner Tag. Der Messesamstag war, 20170325_101918erwartungsgemäß, der besucherstärkste Tag und die relative Ruhe der Vortage damit dahin. Gleich um Punkt 10 zu Messebeginn startete ich mit einer Veranstaltung in das Programm. Tanya Stewner, Autorin der berühmten Liliane Susewind-Reihe, stellte ihr neuestes Buch, den dritten Band von Alea Aquarius vor. Mit einem kleinen interaktiven Teil und der Ankündigung, noch vier weitere Alea und viele weitere Liliane-Bücher zu schreiben, verzückte sie ihr gesamtes Publikum.

Im Anschluss schlenderte ich etwas durch die Hallen und hörte mir die Texte zweier 20170325_120318Poetry-Slammerinnen an, die zwar gut, jedoch nicht mit Sandra Da Vina und erst recht nicht mit der Slam-Ikone Julia Engelmann, vergleichbar waren. Danach – schon fast ein alljährlicher Messefixtermin – eine Veranstaltung mit Iny Lorentz. Das Ehepaar stellte sein neuestes Buch „Die Wanderapothekerin“ vor und berichtete darüber, wie die Romane entstehen, wohin die Recherchereisen führen und was in den nächsten Jahren noch zu erwarten ist (keine Überraschung: viele, viele Romane!). Zur Mittagszeit traf ich mich dann mit einigen Kollegen und Kolleginnen und lernte dabei einige Autoren der #BartBroAuthors kennen – lustige Truppe^^.

Am frühen Nachmittag konnte, durfte, wollte ich dann einfach auch nur mal Fan sein^^. 20170325_143209Nachdem ich gestern schon Covergott Alexander Kopainski und einige Drachenmond-Autoren (Julia Adrian, Andi Dutter, Nina MacKay) treffen durfte, stand für heute die Lesung und Signierstunde von Ava Reed auf dem Programm. Sie las aus „Wir fliegen, wenn wir fallen“, erschienen bei Ueberreuter (und übrigens auch mit einem Kopainski-Cover <3). Zwar musste ich dann fast eine Stunde auf die Widmung warten – aber egal. Die Lesung hatte mich restlos begeistert – ich war schockverliebt in das Jugendbuch. Danach ging ich schnell zur großen Impress-Signierstunde, um mir Valentina Fasts „Royal – Ein Königreich aus Glas“ (ein meisterhaftes Jugendbuch, zumindest laut meiner gestrigen Rezension) und Stefanie Hasses „BookElements 1 – Die Magie zwischen den Zeilen“ signieren zu lassen.

Zum Abschluss des Tages besuchte ich den Burgenwelt Verlag, bei dem vor kurzer Zeit die Anthologie „Luther – Aus dem Leben einer Legende“ erschienen ist, zu der ich auch eine Geschichte beigesteuert habe. Dort traf ich die, ebenfalls im Buch vertretenen, Autoren Manuela Schörghofer, Regine D. Ritter und Anton Vogel, sowie Yngra Wieland, Tatjana Stöckler und Verlegerin Jana Hoffhenke und ließ den trubelhaften Tag gemütlich ausklingen (Foto folgt!).

[LBM2017] Tag 2 – die Ruhe vor dem Sturm

Wie bereits angekündigt ließ ich es heute etwas ruhiger angehen, um etwas Kraft für den morgigen Tag zu sparen, der mir nicht nur viele Treffen mit Kollegen, sondern auch tolle Veranstaltungen mit Valentina Fast und Ava Reed bringen soll. Daher heute für Euch nur das Bild einer Lesung und einige erste Messeimpressionen :).20170324_105023

Zu Beginn des Tages besuchte ich direkt eine Lesung von Anne Freytag, die aus ihrem neuen Buch „Den Mund voll ungesagter Dinge“ las. Anne Freytag, gerade für ihr Vorgängerwerk „Mein bester letzter Sommer“ mit einer Nominierung für den Deutschen Jugendliteraturpreis bedacht, fesselte mit ihrer Lesung das gesamte Publikum und ließ uns an dem Leben der 17-jährigen Sophie teilhaben.

20170324_123625Im Anschluss stöberte ich ein bisschen durch die Hallen, hörte mir einen Teil der Lesung von Liane Mars an und bewunderte den Stand von Iny Lorentz, die sich in diesem Jahr einen eigenen Messestand voller historischer Romane gegönnt haben. Sie verwalten ihn selbst und stehen dort beide bereit, um mit Fans zu reden, Autogrammwünschen nachzukommen und Fotos zu machen. Trotz Millionen-Auflagen komplett auf dem Boden geblieben – ein Vorbild für jeden Autoren.

Zur Mittagszeit ging es zum großen NaNoWriYeah-Treffen. Dort haben sich alle teilnehmenden Verlagsimprints (be beyond [Bastei Lübbe], Dark Diamonds & Impress [Carlsen], Forever & Midnight [Ullstein], Feelings & Topkrimi [Droemer Knaur]), sowie die Initiatoren und Moderatoren der Gruppe (Nina MacKay, Isabell Schmitt-Egner, Nicole Gozdek und Andi Dutter) vorgestellt. Es war toll, auch mal in echt die Menschen kennenzulernen, die hinter dem Mammutprojekt stehen.

Am Nachmittag schlenderte ich zum ersten Mal gemütlich durch die Halle der Manga Comic Convention. Tolle Cosplays, interessante Stände und Verlosungen luden mich direkt ein, dort zu bleiben – ich hätte Stunden dort verbringen und ganz, ganz viel Geld ausgeben können^^. Immerhin ist ein neuer Funko bei mir eingezogen: Luke Skywalker als X-Wing-Flieger. Sicherlich werde ich mit etwas Muße am Sonntag nochmal über die Con laufen, mir vielleicht auch den ein oder anderen Zeichner ansehen und noch einige Kleinigkeiten kaufen.

Zum Abschluss des Tages ließ ich mir dann noch schnell beim Drachenmond-Verlag Bücher von Alexander Kopainski, Andi Dutter und Julia Adrian signieren. Die Verlagsbücher sind alle so schön – eigentlich hätte jedes einen Platz in meinem Regal verdient. Auch hier nochmal ein großes Lob an Astrid, die Designer Alex, Marie und Rica, sowie die vielen tollen Autoren (Julia! Dein Buch macht mich fertig!). Im Anschluss an die Signierstunde traf ich mich noch mit einigen netten Kollegen und ließ den Messetag bei Keks und Kuchen gemütlich ausklingen.

[LBM2017] Tag 1 – Von Preisträgern und Gewinnern

Und schon ist der erste Messetag vorbei und der Rückblick steht an :). Nachdem ich bereits Mittwoch angereist bin, konnte ich pünktlich kurz vor 10 die Messehallen stürmen. Nach obligatorischen Besuchen an den Ständen von Amrun, Carlsen und der LLC hatte ich mich mit dem Phantastischen Reiseführer, einem Blogplan und einer Goodiebag eingedeckt. So konnte das Programm starten. Auf dem Plan standen für heute einige Preisverleihungen 20170323_113305und Lesungen.

Den Anfang machte der Brendow Verlag, der jährlich den C. S. Lewis Preis für ein Romanprojekt verleiht, das auf innovative und unterhaltsame Weise sich mit christlichen Wertvorstellungen beschäftigt. Preisträger in diesem Jahr: Sebastian Pirling, seines Zeichens Science-Fiction-Lektor aus dem Heyne Verlag. Sein Romanprojekt (AT: „Der Kongress der Exegeten“, vsl. Erscheinungstermin Herbst 2018) spielt in einer dystopischen Zukunft, in der die Religion in der ganzen Galaxis verboten ist. Der vorgetragene Anfang und die Geschichte an sich machen definitiv Lust auf mehr.

20170323_124513Zur Mittagszeit ging es dann zur Lesung von Carolin Emrich, die auf der Messe ihren Debütroman „Elfenwächter 1 – Weg des Ordens“ vorstellt, erschienen im Sternensand Verlag. Trotz leichter Nervosität meisterte sie die Lesung ziemlich gut, besser, als ich es jedenfalls mir fürs erste Mal erträumen würde. Im Anschluss habe ich mir direkt ihr Buch signieren lassen, sowie „Rotkäppchen und der Hipster-Wolf“ von Autorin Nina MacKay und Coverdesignerin Marie Graßhoff.

Nach einer ausgedehnten Mittagspause nahm ich an der Buchpräsentation von „Das 20170323_151019Europa der Könige: Macht und Spiel an den Höfen des 17. und 18. Jahrhunderts“ von Leonhard Horowski teil. Für mich als Geschichtsnarr ein absoluter Pflichttermin – und sicherlich eine tolle Lektüre. „Das Europa der Könige“ war zudem nominiert für den Preis der Leipziger Buchmesse in der Kategorie Sachbuch, der jedoch an ein anderes, historisches, Werk ging: „Maria Theresia. Eine Biographie“ von Barbara Stollberg-Rilinger.

Als Kontrastprogramm besuchte ich am Nachmittag die Lesung der Poetry-Slammerin Sandra Da Vina aus ihrem Buch „Hundert Meter Luftpolsterfolie“. Amüsante und lustige 20170323_211346Geschichten, exzellent vorgetragen. Als Highlight gab es von ihr neben der Signatur die Zeichnung eines kleinen Partynilpferds ins Buch.

Zum Abschluss besuchte ich die Seraph-Preisverleihung. Von einer 17-köpfigen Fachjury wurde Katharina Secks „Die silberne Königin“ als bestes Buch und Julia Langes (im Bild unten abgebildet) „Irrlichtfeuer“ als bestes Debüt ausgezeichnet. Ich freue mich besonders, dass es mit „Die silberne Königin“ ein Märchen getroffen hat – das Genre ist, nicht zuletzt auch dank Halo Summer und Julia Adrian, endgültig wieder im Bewusstsein aller angekommen.

20170323_173037Zwischen den Veranstaltungen traf ich viele Bekannte wieder – und sah sogar einige Blogger, die türkisfarbene Bänder im Rahmen der Aktion: #Buchbloggerbande trugen. Ich hoffe, in den nächsten Tagen noch mehr tolle Leute zu treffen! Und auch ich zählte am Tagesende zu den Gewinnern. Im zweiten Versuch gewann ich bei der Verlosung am LLC-Stand ein Ticket für die Convention im Mai. Da ich mir bisher noch keines gekauft hatte, kommt mir das sehr gelegen. Berlin – ich komme! Aber vorerst bleibe ich in Leipzig und sehe drei weiteren, spannenden Messetagen entgegen. Morgen unter anderem mit Anne Freytag, die gerade für den Deutschen Jugendliteraturpreis nominiert wurde.