Ungefähr zur Buchmesse habe ich Manuela Inusas „Der kleine Teeladen zum Glück“ verschlungen, den Auftaktband zu ihrer „Valerie Lane“-Serie. Der Roman ist 2017 bei Blanvalet in der Verlagsgruppe Random House GmbH erschienen und dem Genre Liebesroman zuzuordnen. Es ist bereits mein sechstes Buch der Autorin, ihr Blanvalet-Debüt „Jane Austen bleibt zum Frühstück“ hat es sogar bis in meine Jahreshighlights 2016 geschafft.
In „Der kleine Teeladen zum Glück“ begleitet man Laurie, die ihr Hobby zum Beruf gemacht hat und voller Stolz einen Teeladen in der Valerie Lane in Oxford betreibt. In dem kleinen, gemütlichen Geschäft kaufen Kunden Teesorten aus aller Welt, erfreuen sich an den Gerüchen oder probieren an gemütlichen Tischen direkt eine Tasse von Lauries neuesten Entdeckungen. Dass sie ihren Kunden die ein oder andere, exotische Überraschung anbieten kann, ist auch ihrem Teelieferanten Barry zu verdanken, von dem Laurie bereits seit Monaten träumt…
„Der kleine Teeladen zum Glück“ ist ein klassischer Feel-Good-Roman, ist Wohlfühlkino in Buchform auf gut 250 Seiten. Er entführt in ein traumhaft-romantisches Setting, eine zauberhafte Welt, in eine kleine Straße in Oxford, England, in der alles noch in Ordnung ist. Die Valerie Lane bietet kleine, inhabergeführte Geschäfte, deren Besitzerinnen sich gegenseitig unterstützen, sich anfreunden und auch sonst allen helfen, die ihren Weg kreuzen, sei es ein Obdachloser oder eine alte, vereinsamte Frau aus der Gegend. Eine Straße, in der die Ladeninhaber selbst die Blumenkästen befüllen, und in der es fast keine Probleme gibt – mit Ausnahme der alltäglichen Krisen, die die Protagonistinnen in ihrem Leben so durchleben. Hier ist kein Platz für Krieg und Krisen, kein Raum für gesellschaftliche Veränderungen. Es ist fast eine Utopie, zu schön, um wahr zu sein.
Durch diese, gewollte, Überspitzung gelingt es der Autorin, nicht nur gute Laune beim Lesen zu verbreiten, sondern vor allem, den Fokus direkt und schnörkellos auf die Protagonistinnen zu legen. Und auch wenn Laurie in diesem Buch die Hauptrolle spielt, merkt man bereits, dass auch ihre Freundinnen für spätere Bände aufgebaut werden. So hat jede Ladenbesitzerin ihre Eigenheiten, ihre kleinen Probleme, die den Alltag dominieren. Auch wenn es mir hier teilweise etwas an der Charakterentwicklung fehlt, bin ich doch guter Dinge, dass sich dies konsequenterweise durch die Folgebände erledigen wird.
Die Handlung ist, naturgemäß genrebedingt, vorhersehbar, aber nichtsdestotrotz durchaus spannend. Mit einigen unerwarteten Wendungen gelingt es Manuela Inusa, das erwartete Ende immer noch etwas hinauszuzögern und den Leser so ans Buch zu fesseln. Ich bin schon ganz gespannt und freue mich bereits auf die anderen Teile, denn was könnte es schöneres geben, als gerade zur kalten Jahreszeit mit einem Kakao und einem Wohlfühlbuch die Abende auf dem Sofa zu verbringen?
Die Buchgestaltung überzeugt ebenfalls. Lektorat, Korrektorat und Buchsatz haben ordentlich gearbeitet, lediglich von der (allerdings sehr sporadischen) Darstellung von Chatverläufen bin ich nicht gerade begeistert – hier hätte es noch ungenutztes Potential gegeben. Das Cover hingegen ist wunderbar gelungen, einladend und bildet mit den anderen Teilen der Reihe ein tolles Gesamtbild mit Wiedererkennungswert. Klitzekleines Manko: Im Buch wird beschrieben, wie ein metallenes Schild mit der Aufschrift „Laurie’s Tea Corner“ über der Ladentür hängt – dieses fehlt leider auf dem Cover. Mit noch etwas mehr Detailliebe hätte man hier wirklich nah an die Perfektion kommen können.
Mein Fazit? „Der kleine Teeladen zum Glück“ ein ein absolutes Wohlfühlbuch – und ein gelungener Auftakt in die neue Buchreihe der Autorin Manuela Inusa. Ein traumhaftes, utopisches Setting und tolle Protagonistinnen sorgen für entspannte Lesestunden. Bedenkenlos zu empfehlen.
Animant Crumbs Mutter wünscht sich nichts sehnlicher, als den perfekten Ehemann für ihre Tochter zu finden. Doch diese ist die endlosen Bälle, Korsette und Kleider leid. Viel lieber lebt sie in einer Welt aus Büchern, und bemüht sich, der Realität mit Scharfsinn und Sarkasmus aus dem Weg zu gehen. Bis ihr eintöniges Landleben auf einen Schlag endet, und Ani ein unwiderstehliches Angebot bekommt. Ein Monat London, eine Arbeitsstelle in einer riesigen Bibliothek. Alles könnte perfekt sein, wäre da nicht der garstige Bibliothekar, der ihr das Leben zur Hölle macht – und sie in ein ungekanntes Gefühlschaos stürzt.
Der Märchenwald ist in Aufruhr, alle Happy Ends sind in Gefahr. Nach dem Tod ihres Vaters kocht Prinzessin Jasemin vor Wut und droht mit Krieg. Um den Märchenwald zu retten, ist die Prinzessinnen-Gang auf die Hilfe der Hexen angewiesen. Gemeinsam machen sie sich auf die Suche nach dem verlorenen Kind und dem achten Zwerg. Doch leider kann Red dabei nicht auf die Hilfe ihrer wahren Liebe zählen. Denn Ever, der Hipster-Wolf, ist plötzlich verschwunden, und Jaz ist nur zu bereit, dessen Platz an der Seite von Red einzunehmen …
Gilbert Silvester, seines Zeichens Dozent und Bartforscher, steht unter Schock, nachdem er davon geträumt hat, dass seine Frau ihn betrügen würde. Spontan verlässt er sie und besteigt ein Flugzeug nach Tokio. Dort entschließt er sich, wie die alten Wandermönche und der Dichter Basho vor ihm, zu den Kieferninseln von Matsushima zu pilgern, um sich in der Betrachtung der Natur zu verlieren und seine innere Ruhe zu finden. Wäre da nicht Yosa Tamagotchi, Gilberts Reisegefährte. Denn der junge Student verfolgt ein ganz anderes Ziel. Geleitet vom „Complete Manual of Suicide“ sucht er nach dem perfekten Platz, um seinem hoffnungslosen und eintönigen Leben ein Ende zu bereiten.
In einem kleinen Dorf im Westerwald geht alles seinen gewohnten Gang. Solang, bis Selma in ihrem Traum ein Okapi sieht. Denn immer, wenn dieses ungewöhnliche Tier in den Träumen der alten Westerwälderin auftaucht, stirbt in den nächsten 24 Stunden ein Dorfbewohner. Und so lebt und liebt man intensiv, leidet, lacht und weint gemeinsam – egal, wie schwierig die Vorzeichen sind. So wie bei Luise, deren Liebe als Buddhist in einem japanischen Kloster tausende Kilometer entfernt lebt.
Als sein Vater verbrannt wird, beschließt Tyll ein Leben in der Fremde zu suchen und brennt mit Nele durch. Im Laufe seines Lebens trifft er nicht nur den legendären Winterkönig, sondern auch andere zeitgeschichtliche Personen, nimmt am 30-Jährigen Krieg teil und wird selbst zur Sagengestalt.
Nachdem sie den Krebs besiegt hat, kehrt Avery Davis in den Ort ihrer Kindheit zurück. Verlassen von ihrem Freund und ohne Job, steht sie vor den Trümmern ihres Lebens. Zurück im Haus ihrer Eltern wagt sie den Neuanfang. Doch dieser wird dadurch verkompliziert, dass sie ihrer Jugendliebe Mason King in die Arme läuft. Gutaussehend und erfolgreich, lässt der Cowboy die Herzen jeder Frau höher schlagen, und weckt in Avery längst vergessene Gefühle. Doch wie könnte sie sich je auf ihn einlassen? Auf einen Mann, der bei jedem Ritt sein Leben, seine Gesundheit aufs Spiel setzt, und nie wird verstehen können, wie hart sie um ihr eigenes Leben gekämpft hat.
Seit der Rückkehr aus dem Krieg leidet Jonas an einer Posttraumatischen Belastungsstörung. Als er ziellos durch die Straßen irrt, trifft er einen alten Mann, der ihm von den Wundern im Nachtclub DeModie erzählt. Geschützt durch den Mantel des Mannes, betritt Jonas den unscheinbaren Club und wird sofort in den Bann der Musik, und der bezaubernden Sophie gezogen, die von allen beobachtet über die Tanzfläche schwebt. Umso überraschter ist Jonas, als er am nächsten Tag feststellt, dass Sophie die Tochter seines neuen Arbeitgebers ist. Und so begleitet er die hübsche Tänzerin Nacht für Nacht zum Club, nur um sie dort in die Hände ihres Prinzen zu geben. Bis Jonas eines Tages das Geheimnis des DeModie entdeckt …
Seit seiner Kindheit bereitet sich Prinz Titus auf sein Schicksal vor. Geleitet von den Visionen seiner Mutter, hat er sein Leben darauf ausgerichtet, Bane, den Herrscher von Atlantis, zu stürzen. Und so wartet er geduldig auf das Zeichen, das sein und das Leben aller verändern wird. Als zu einem vorbestimmten Zeitpunkt ein großer Blitzschlag die Domäne erhellt, glaubt der Prinz, dass die Zeit gekommen sei. Schnell macht er sich auf den Weg, den größten Elementarmagier seiner Generation in Empfang zu nehmen, und trifft auf: Iolanthe, ein sechzehnjähriges, kaum ausgebildetes Mädchen. Gefangen zwischen dem Schicksal und den Gefühlen, und immer auf der Flucht, beginnt für beide ein neues, gefährliches Leben, fernab von der magischen Heimat. Ein Leben, das laut den Visionen der Mutter des Prinzen, in einer beispiellosen Selbstmordmission gipfeln muss.
Als Holly zu einem Bewerbungsgespräch bei Coleman and Sons eingeladen wird, wird ihr größter Traum wahr. Endlich bekommt sie eine Chance auf einen Job, der sie nicht nur erfüllt, sondern es ihr auch ermöglicht, vom Gehalt ihre Eltern zu unterstützen und sie zu besuchen. Mit ihrem exzellenten Studienabschluss sollte es eigentlich kein Problem sein, diese Arbeit zu ergattern. Wäre da nur nicht der junge Firmenspross, der absolut kein Interesse an einer neuen Assistentin hat.