[Buchgedanken] Melanie Zollinger: „Gestohlene Küsse lügen nicht“

Beim Update meiner Buchgedanken-Seite ist mir aufgefallen, dass au51ouuvte2b2l-_sx335_bo1204203200_fgrund des Blogumzuges im letzten Jahr meine allererste Besprechung, die ich für ein Buch verfasst hatte, nicht mit übernommen wurde. Dies möchte ich hiermit ändern und Euch Melanie Zollingers Debütroman: „Gestohlene Küsse lügen nicht“ vorstellen, erschienen 2014 bei Romance Edition. Da dies eine alte Besprechung darstellt, entspricht sie nicht ganz dem aktuellen Format, ich lasse sie dennoch in der Originalform stehen :).

Gefühlschaos

In „Gestohlene Küsse lügen nicht“ begleitet man Marlies Frey, Teilzeitjournalistin, Mutter von drei Kindern und stolze Besitzerin des Hundes „Delilah“ und der Katze „Leo“, auf einer Achterbahnfahrt der Gefühle. In einer kriselnden Ehe mit dem überarbeiteten und desinteressierten Börsenmakler Yannick gefangen, versucht Marlies, an die früheren Zeiten anzuknüpfen. Ihre Versuche, die Ehe zu retten werden dabei immer wieder zurückgeworfen, sei es dadurch, dass ihr Sohn in der Schule gemobbt wird, oder dass ihr alter Schulkamerad und „Erzfeind“ Derek Nagiya plötzlich und unerwartet wieder in ihr Leben tritt. Ob sie es schafft, der Versuchung nachgibt oder alles ganz anders kommt, davon überzeugt Ihr Euch am besten selbst.

Die Autorin legt mit „Gestohlene Küsse lügen nicht“ einen Debütroman vor, der nicht nur einen atmosphärisch dichten Plot, sondern auch interessante und ausgefeilte Charaktere bietet, mit denen man sich sofort identifizieren kann. Vor allem Luca hat es mir besonders angetan, der – eigentlich mitten in der Pubertät – trotzdem einen starken Spürsinn für die Gedanken und Gefühle seiner Mutter entwickelt hat und für einige der besten Szenen im Buch sorgt. Auch das gesellschaftlich allgegenwärtige Thema Mobbing wird gekonnt und mit viel Feingefühl, niemals anklagend, eingearbeitet und schafft eine tiefergehende Verbindung zwischen den Charakteren.

„Gestohlene Küsse lügen nicht“ ist mehr als ein Buch über die Liebe – es ist ein Buch über das Leben. Voller Wendungen, Höhen und Tiefen – und niemals langweilig. Ein beachtenswerter Einstand, der sicher nicht nur mich begierig auf weitere Bücher der Autorin hoffen lässt.

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