Die Qual der Wahl: Die richtige Erzählperspektive

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Aus der Laune des Schicksals heraus – ich weiß auch nicht, wie es mich überkommen hat – habe ich beschlossen, mich mal wieder um eines meiner (Kurz-)Romanprojekte zu kümmern. Und schnell fiel die Wahl auf mein Lieblingsprojekt mit dem Arbeitstitel „Hinter der Maske“, eine realistisch-gehaltene Märchenadaption, die im London der Gegenwart spielt. Ein Plot für den ersten Teil (etwa die ersten 80 Seiten) steht, geschrieben waren auch bereits mal schon über 30. Doch damals bereits – und auch heute – kann ich mich irgendwie nicht zwischen den Erzählperspektiven entscheiden. Hauptfigur – und aufgrund des Märchens ganz zentraler Fixpunkt der Geschichte – ist die 17-jährige Sahar. Da es jedoch ganz vereinzelt Kapitel geben wird, in denen sie nicht vorkommt, stehen die folgenden Möglichkeiten zur Auswahl:

  • Ich-Perspektive von Sahar mit personalen Erzählperspektiven der jeweiligen anderen Charaktere in deren Kapiteln (Vorbild: Diana Gabaldons Highlandsaga)
  • Komplett personale Erzählperspektive des jeweils dominierenden Charakters, also auch in den 90%-Kapiteln, die Sahar betreffen.

Was denkt Ihr? Was lest Ihr gern? Was könnt Ihr in Büchern gar nicht ab? Ich bin auf Eure Meinungen gespannt … und habe bereits jetzt Angst davor, das Projekt irgendwann Testlesern zu geben, die mir sagen, dass ich doch die falsche Perspektive gewählt habe :D.

Meine neue Mitbewohnerin ist da!

Ich habe es getan! Seit gestern lebt eine kleine, süße, neue Mitbewohnerin bei mir. Ich konnte ihr einfach nicht widerstehen und musste sie adoptieren! Darf ich Euch vorstellen: Kulli!monster_170421-123258_happy_web

Kulli ist ein Motivationsmonster. Sie liebt es, zu lesen und zu lernen, und möchte wöchentlich mit geschriebenen Wörtern gefüttert werden. Es gab zwar noch ein, zwei Monster, die besser zu meinem Schreiballtag gepasst hätten – aber ich habe mich sofort in Kulli verliebt und konnte dem Blick aus ihrem großen Auge nicht widerstehen. Wer mehr über Kulli erfahren, oder vielleicht sogar selbst Ausschau nach einem kleinen, tollen Monster halten möchte, folgt einfach diesem Link. Es warten noch viel zu viele kleine Seelen auf die Adoption! Füttert sie, streichelt sie, und sie werden es Euch mit ganz viel Motivation danken! (Vielen Dank Hannah für dieses tolle Projekt!)

[Jahresrückblick] 2016 als Autor

Nachdem ich vor einigen Tagen bereits aus Lesersicht auf das Jahr 2016 zurückgeblickt habe, möchte ich dies heute aus Autorensicht tun.

Abgesehen von der Durststrecke in der Fantasy verlief das Jahr eigentlich ganz solide, sodass ich halbwegs optimistisch ins Jahr 2017 starten kann. Insgesamt sind in 2016 acht Kurzgeschichten und ein Gedicht von mir in verschiedenen Verlags-, SP- und Zeitschriftenpublikationen erschienen. Zudem wurde noch eine weitere Kurzgeschichte von mir angenommen, die allerdings erst 2017 das Licht der Welt erblicken wird. Hierbei muss aber auch berücksichtigt werden, dass für zwei der in diesem Jahr veröffentlichten Kurzgeschichten bereits 2015 der Verlagsvertrag unterzeichnet wurde.

Ich habe mich sehr gefreut, dass ich 2016 wieder zwei Texte für gemeinnützige Zwecke zur Verfügung stellen konnte, unterstützt werden mit den jeweiligen Anthologien die „Stiftung Lesen“ und „Aktion Deutschland hilft“. Drei Texte konnte ich in Literaturzeitschriften unterbringen, zwei Verlagsverträge wurden unterzeichnet (davon 1 Gedicht) und ein Text wurde – worauf ich ein bisschen stolz bin – von einer Fachjury aus hunderten Einsendungen auf die fünfköpfige Shortlist des Schreibwettbewerbes zur „Lit.Love 2016“ gesetzt.

Spannend war es, in diesem Jahr neue Genres auszuprobieren (u.a. Steampunk, politische & zeitgenössische Prosa, Fabeln etc.) und sich auch an neue Themen heranzuwagen (dafür sind Ausschreibungen ja auch da!). Zudem habe ich zum ersten Mal einen Text geschrieben, der eine reale, historische Person als Protagonisten aufweist.

Abschließend waren natürlich auch die ganzen Messen und Conventions ein absolutes Highlight. Besucht habe ich die LBM (4 Tage), die LLC (1 Tag), die FBM (5 Tage) und die Lit.Love (1 Tag) – und dabei viele alte Bekannte wiedergesehen und neue Leute kennengelernt :). Ich freue mich bereits jetzt auf das Messejahr 2017 – und werde versuchen, zumindest die vier obigen Veranstaltungen auch wieder in meinen Kalender einzubauen – eventuell kommt auch noch die BuchBerlin hinzu :).

Bevor dieser Beitrag jetzt noch viel länger wird, möchte ich es für heute dabei bewenden lassen – nicht allerdings, ohne darauf hinzuweisen, dass in einigen Tagen dann noch der finale Jahresrückblick aus Bloggersicht folgt :).

Ich wünsche allen einen guten Rutsch ins neue Jahr und ein tolles und erfolgreiches 2017!
Erik

[Verlosung] Blitzgewinnspiel zum Tag der Postkarte

Heute ist nicht nur der internationale Tag der Freundschaft, sondern auch der Weltpostkartentag 2016. Warum nicht beides miteinander verbinden, und ein paar freundliche Postkarten versenden? 🙂

Wenn Ihr Lust auf eine handgeschriebene Postkarte von mir habt, kommentiert doch bitte diesen Beitrag und schickt mir über das Kontaktformular des Blogs Eure Adresse, und ich werde die Karten am Anfang der nächsten Woche versenden. Alternativ könnt Ihr Euch auch unter dem Facebook-Post eintragen und mir die Adresse dort per Privatnachricht schicken. Teilnahmefrist ist der 01.08.2016 um 00.00 Uhr.

Sofern sich insgesamt mehr als 10 Leute melden, behalte ich mir vor, aus allen Teilnehmern 10 Gewinner zu ziehen, die eine Postkarte erhalten :). Natürlich haben weder WordPress noch Facebook etwas mit dem Gewinnspiel zu tun.

Liebe Grüße und ein schönes Wochenende!
Erik

Kurze Namen – oder der Fluch des Kürzens

Wenn aus Franzi Lea wird, Christoph sich in Tim verwandelt und Johnathan zu John verkommt – und selbst Julia nicht verschont wird und sich in Pia ändert, bedeutet das üblicherweise eines: Ich muss kürzen.

Einzig meinem Protagonisten habe ich einen Namen mit mehr als 4 Buchstaben vergönnt – aber da Linus eh nur 1x im Text erwähnt wird, ist das wohl noch akzeptabel.

Bleibt die Frage: Ist es überhaupt möglich, einen Text von knapp über 9.000 Zeichen auf weniger als 6.000 herunterzudrücken, ohne allzuviel elementare Handlungselemente aufzugeben? Ich weiß es nicht. Der erste Kürzungsdurchgang hat immerhin etwas mehr als 1.000 Zeichen gebracht, aber es fehlen immer noch weitere 2.000. Selbst wenn ich mein ultra-kitschiges Ende (ich liebe es – aber da bin ich ohnehin wohl einer der wenigen *g*) aufgebe und den Schlussstrich ein kleines bisschen früher ziehe, bringt mir das nur 600 Zeichen. Es ist zum Verzweifeln. Aber wann findet man schon einmal zwei thematisch komplett identische Ausschreibungen … – verdammt. Ich glaube, ich belasse es für heute erstmal damit und setze mich morgen nochmal daran. Vielleicht kann ich dann wieder 1.000 Zeichen verkraften …

Bibliotheksbummel 2.0

Mal wieder habe ich unsere Unibibliothek geplündert, und mir neben einigen Büchern vom letzten Mal, die ich nicht geschafft hatte durchzuarbeiten, auch einige neue Titel mit nach Hause genommen :).

Insgesamt habe ich mir 3 Schreibratgeber, sowie Bücher zu zwei Recherchethemen ausgeliehen. Wer errät die Themen? Mit dem folgenden Bild ist das sicherlich nicht allzu schwer :).bücherbücher

Liebe Grüße
Erik

Ps: In letzter Zeit war es hier auffällig still – ich war mit Ausschreibungen und dem Camp bis über beide Ohren beschäftigt – aber bald, ganz bald kann ich hoffentlich wieder einige Neuigkeiten verkünden. Am nächsten Wochenende gehts zumindest mal zur LLC – ein Bericht folgt dann. Versprochen!

Interessanter Artikel zum Plagiatsskandal

Vor kurzem erschütterte ja ein neuer Plagiatsskandal die Autorenszene – die erfolgreiche Selfpublisherin Katja Piel (auch: Cathy Peel) gab zu, zwei ihrer Werke komplett abgeschrieben zu haben.

Dazu bin  ich vor kurzem über folgenden, zweiteiligen Blogbeitrag gestolpert, den ich zwar nicht rebloggen kann, Euch aber dennoch nicht vorenthalten möchte.

Ich setze mich nun erstmal wieder an eine Kurzgeschichte, die bis heute Abend fertig sein muss. Drückt mir die Daumen, dass mich die Muse küsst ;).

Euch wünsche ich allen noch einen schönen Sonntag!

Erik

Über die Notwendigkeit eines Lektorats

Aus aktuellem Anlass möchte ich auf einen Blogbeitrag einer Kollegin eingehen, die ein professionelles Lektorat nicht als Qualitätsmerkmal für einen Text ansieht und bewusst darauf verzichtet.

Den Beitrag könnt ihr hier finden: http://www.anja-bagus.de/2016/01/25/ich-weigere-mich/

Mein Kommentar dazu, der auch im Ausgangspost zu finden ist, lautet wie folgt:

„Ich stimme der Autorin insoweit zu, dass natürlich die Qualität der Textvorlage durch den Autoren entscheidend ist, ob ein Buch gut wird, oder nicht. Das Lektorat ist kein Zauberwerk, sondern Handwerk. Und wie ja bereits im Beitrag gesagt wird: „Oder anders gesagt: Ein Text wird nicht durch ein Lektorat gut! Er wird vielleicht besser, aber … „

Hier möchte ich aber einhaken. Das Lektorat beseitigt nunmal die letzten kleineren Logikfehler an soliden Texten, es beseitigt unnötigen Ballast und holt das letzte aus dem Text heraus. Darauf zu verzichten ist für mich keine Option. Als Leser erwarte ich, dass ein Autor das bestmögliche für die Geschichte getan hat, und nicht, aus der Laune heraus oder aus übertriebener Sparsamkeit, ein unfertiges Produkt auf den Markt geworfen hat. Und ja, es können Texte auch ohne Lektorat sogar nahe an der Perfektion sein – aber in aller Regel merkt man ein fehlendes Lektorat doch. Und wenn ich sowas bemerke, stört es mich und ich kaufe in Zukunft halt lieber Bücher von anderen Autoren.“

Für mich ist also ein Lektorat immer notwendig – ich würde lieber nicht, als unlektoriert veröffentlichen, und rate jedem, der mich fragt, dringend zu einem Lektorat. In Zeiten der Digitalisierung, der vielen freien Lektoren, lässt sich dieses heute auch schneller, unkomplizierter und günstiger durchführen, als vielleicht noch vor einigen Jahren. Was denkt ihr zu diesem Thema?

Lg Erik

Schneeflöckchen, Weißröckchen…

Um gleich mal mit Missverständnissen aufzuräumen: Nein, hier schneit es nicht ;). Überhaupt hatten wir noch keinen wirklichen Frost – erst am 15.01. soll die Temperatur mal auf 0° Celsius fallen. Es hat schon seine Vorteile, im südtropischen Heidelberg zu leben ;).

Was soll also diese Überschrift? Nun, eigentlich nur galant dazu überleiten, dass ich mein nächstes Projekt (das ich mal ganz keck, da das ja derzeit in Mode ist, als „Geheimprojekt-1“ bezeichne) mal mit der Schneeflockenmethode angehen möchte. Jeder, der damit nicht vertraut ist, findet Informationen dazu zum Beispiel hier. Ich werde vorerst nur (auch das wird ja lange genug dauern) die ersten 7 Schritte durchführen, bevor ich mich dann daran setze, ein Exposé zu dem Projekt zu gestalten und es einem Verlag anzubieten.

Da bei der Schneeflockenmethode der Plot ja von Stufe zu Stufe im Fluss ist und nachträglich ausgebessert wird, werde ich vorerst keine Informationen zum Plot an und für sich geben – auch, um einer möglichen Verlagsentscheidung nicht vorzugreifen. Aber um Euch nicht gänzlich im Dunkeln tappen zu lassen, kann ich zumindest mal das geplante Genre verraten. Im Gegensatz zu meiner sonstigen Kernzielgruppe möchte ich mich dieses mal an einer Geschichte im Bereich New-Adult-Romance versuchen. So klein der Unterschied zwischen Young-Adult und New-Adult auch klingt, ist es doch ein großer Sprung. Drückt mir die Daumen, dass ich das meistern kann!

Liebe Grüße und ein schönes Wochenende!
Erik