Vor kurzem habe ich auch „Leos wilde Abenteuer – Dino-Alarm“ von Andreas Völlinger gelesen. Das Kinderbuch für Erstleser:innen ist in der vorliegenden Auflage 2024 im Südpol Verlag erschienen, für die farbenfrohen Illustrationen zeichnet Pascal Nöldner verantwortlich. Eine frühere lediglich schwarz-weiß illustrierte Ausgabe des Buches erschien unter gleichem Titel bereits 2016, ebenfalls bei Südpol. Vielen Dank an dieser Stelle auch an den Verlag für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars im Rahmen einer Leserunde auf Lovelybooks.de.

Leo soll in der Schule einen Vortrag über sein Lieblingstier halten. Aber wie kann er einen Apatosaurus beobachten, der längst ausgestorben ist? Zum Glück gibt es seine Erfinder-Tante Agnetha, die nicht nur Haushaltsroboter, sondern auch eine Zeitmaschine konstruiert hat, mit der sie in die Jura-Zeit reisen können. Dumm nur, dass nach ihrer Rückkehr plötzlich ein riesiger Dinosaurier in Tante Agnethas Garten steht …
„Leos wilde Abenteuer – Dino-Alarm“ ist der erste Band der dreibändigen Reihe um Leo und – wie könnte es anders sein – seine Abenteuer. Empfohlen wird das Buch seitens des Verlages für Leser:innen zwischen sechs und neun Jahren, eine Alterseinschätzung, die ich für realistisch halte, auch wenn es natürlich große Dinofans nicht davon abhalten sollte, ebenfalls Zeit mit dem Apatosaurus Klemens zu verbringen. Dabei handelt es sich bei dem Buch um ein illustriertes Kinderbuch, man könnte es genauso gut jedoch auch als Kinderabenteuerroman bezeichnen – oder als (illustriertes) Kinderbuch für Erstleser:innen – um die Altersspanne noch etwas genauer abzustecken. Ich persönlich habe mich für die letzte Eingruppierung entschieden, deckt sie sich doch im Wesentlichen auch mit der Bewerbung durch den Verlag.
Die Handlung ist abwechslungsreich, interessant und altersgerecht, endet jedoch auch abrupt und sehr früh, sodass durchaus ein offenes Ende verbleibt. Aufgrund der Kürze der Handlung kommen auch kindertypische Themen etwas kurz – vielleicht bieten die nächsten Bände hier ja noch die Möglichkeit, richtige Konflikte oder Probleme, zum Beispiel in der Freundschaft oder Familie, mit einzubauen. Leicht problematisch fand ich zudem den Umgang mit den Klingmanns, denen schlussendlich durch Leo und Agnetha doch übel mitgespielt wurde – obwohl sie sich zumindest in einigen Situationen gänzlich korrekt verhalten haben.
Die Illustrationen sind farbenfroh und lebendig, sie illustrieren nicht nur die Geschichte, sondern ergänzen sie und sind ein absolutes Highlight des Buches. Etwas schade ist hierbei, dass das Zusammenspiel zwischen Illustration und Textteilen nicht immer ganz gelungen erscheint, wird doch durch großflächige Illustrationen teils die Handlung vorweggenommen und der Überraschungseffekt so verringert, bevor die Darstellung der Handlung in Textform das Gesehene wiederholt.
Die Figuren sind aufgrund der gebotenen Kürze der Handlung auf ein absolutes Mindestmaß beschränkt – und treten mit Ausnahme von Leo und Agnetha nur ganz sporadisch in Erscheinung – gegebenenfalls wird der Cast ja in den nächsten Bänden noch etwas ausgebaut und Leos Freunde übernehmen auch wichtige Rollen. Aufgrund der kurzen Einsätze sind die Figuren sehr schematisch angelegt, insbesondere die Polizisten aber auch die Klingmanns wirken derzeit noch hölzern. Andreas Völlingers Schreibstil lässt sich dabei wunderbar leicht und flüssig lesen, ist zielgruppenorientiert und altersgerecht.
Die Buchgestaltung ist gelungen. Lektorat, Korrektorat und Buchsatz haben – mit Ausnahme der teils spoilernden Anordnung von Bild und Text fehlerfrei gearbeitet, der Buchumschlag ist auf dem Cover, der Coverrückseite und dem Buchrücken leicht geprägt und mit farbigen Coverinnenseiten versehen. Cover und Coverrückseite werden zwar zum Buchrücken abrupt unterbrochen, sind insgesamt aber farblich toll gestaltet und spiegeln den Illustrationsstil des Buches wieder, wenn auch die konkret abgebildete Szene (zumindest auf dem Cover) gar nicht in der Handlung vorkommt, was dann doch etwas irritiert.
Mein Fazit? „Leos wilde Abenteuer – Dino-Alarm“ ist ein gelungener Auftakt in die Buchreihe für Erstleser:innen, die vor allem von den tollen Illustrationen und der interessanten Thematik lebt, aber auch noch etwas Luft nach oben besitzt. Für Leser:innen ab dem vom Verlag vorgeschlagenen Alter von sechs Jahren bedenkenlos zu empfehlen.

2039. Der Planet stöhnt unter unbarmherziger Hitze. Rätselhafte Krankheiten haben sich ausgebreitet, gewaltige Sterberaten dezimieren die Erdbevölkerung. Emi Boulder und Ben Bates, gegensätzlich wie Feuer und Wasser, sind in einer globalen Katastrophe gestrandet: Elektrizität funktioniert nicht mehr! Tag um Tag vergeht ohne Strom. In gnadenloser Hitze werden die Umstände immer alptraumhafter, alles bricht rasant zusammen, es geht bald ums nackte Überleben. Die Katastrophe konfrontiert Ben schonungslos mit sich selbst, zugleich wächst in ihm eine zarte und unbeholfene Liebe für Emi. Emi weiß, warum es zu dem globalen Ausfall von Elektrizität gekommen ist, und dass der Strom nicht mehr zurückkehren wird. Sie fasst einen abenteuerlichen Plan, wie sie aus dem kollabierten Großstadtmoloch entkommen können. Doch Ben hat gute Gründe, der schönen, wie geheimnisvollen Emi zu misstrauen. Trotz aller Anziehung, die diese Frau auf ihn ausübt, nagen Zweifel und Ängste an ihm. Da geschieht das Unerwartete …
Neuer Name, neue Stadt, neue Frisur – ein kompletter Neubeginn, fernab von ihrer dunklen Vergangenheit. Das ist Allie Harpers sehnlichster Wunsch, als sie für ihr Studium gegen den Willen ihrer Eltern in die Kleinstadt Woodshill zieht. Damit ihr Traum nicht bereits zu Beginn scheitert, muss sie in eine Wohngemeinschaft mit Kaden White ziehen. Der Badboy ist zwar unfassbar attraktiv, aber mindestens genauso unausstehlich – und stellt direkt zu Beginn eine ganze Reihe an Regeln auf. Die wichtigste: Wir fangen nie etwas miteinander an. Doch Allie merkt schnell, dass sich hinter Kadens grober Fassade viel mehr verbirgt, als zunächst angenommen. Und je besser sie ihn kennenlernt, umso schwerer fällt es ihr, das heftige Prickeln zwischen ihnen zu ignorieren.
„Es ist gefährlich, bei Sturm zu schwimmen“ ist die Geschichte von Hanna und dem Graffitikünstler Ben, die Geschichte zweier Menschen, die kaum unterschiedlicher sein könnten, und die doch so viel verbindet. Nach dem Abitur fahren sie in Bens klapprigem Auto ins Ungewisse und landen am Meer, an einem legendenumrankten Strand. Eine Zeit voller Geschichten, Abenteuer, Mutproben und Überraschungen beginnt, eine intensive Zeit, die die beiden näher zusammenbringt als jemals zuvor. Bis zu dem Tag, als sich die Ereignisse wiederholen …
Die Handlung ist spannend, bietet unerwartete und überraschende Wendungen. Doch viel wichtiger als die Handlung sind in diesem Fall die eingebundenen Charaktere, nicht nur die Protagonisten Hanna und Ben, sondern auch die überzeugenden Nebencharaktere wie Chloe und Sam. Es ist erstaunlich und umso beeindruckender, dass ein Buch mit so wenig Charakteren auskommt und gleichsam so viel zu erzählen hat.
Emily McDawn hat alles, was sie sich wünscht. Ihre Karriere geht bergauf und sie ist glücklich verlobt. Bis ein Überfall dazu führt, dass sie vier Jahre ihres Lebens vergisst. Auf der Suche nach Antworten und einem neuen Leben begegnet sie dem geheimnisvollen Leo, der sie fasziniert. Doch irgendetwas an ihm ängstigt Emily – und es sind nicht nur die mysteriösen Leute, mit denen er sich umgibt. Gefangen zwischen Vergangenheit und Zukunft begibt sich Emily auch auf eine Reise in die Abgründe ihrer eigenen Seele. Eine Reise, die sie bis tief in ihre Kindheit zurückführt – und zu ihren wahren Eltern.
Drachenmond Verlag und ist dem Genre Young-Adult-Romance zuzuordnen. Es beschreibt die Geschichte der unscheinbaren Nora Nord und des Einzelgängers Jakob Pol. Ungeplant kommt Nora, die nach dem Tod ihrer Eltern bei ihrer Großmutter lebt, mit Jakob zusammen, der weder ihren Namen kennt, noch sich sonderlich für sie interessiert. Doch mit jeder Beleidigung, mit jeder Provokation wächst Noras Faszination für Jakob. Verbirgt sich noch eine andere Persönlichkeit hinter der Maske der Oberflächlichkeit? Und welche Rolle spielt der vernachlässigte Hund „Dreamer“?
Rapunzel sind verschwunden. Zusammen mit Red machen sich die Prinzessinnen auf die Suche nach ihren Happy-Ends. Schnell sind auch die Hauptverdächtigen klar und werden auf einer „Verhöre-und-Töte“-Liste erfasst. Wölfe, Hexen, böse Feen und Stiefmütter – mal mit mehr, mal mit weniger Erfolg führt die selbsternannte Schneewittchen-Gang ihre Ermittlungen durch. Und als wäre das noch nicht kompliziert genug, trifft Red auf ihren Streifzügen auch noch auf Ever, einen gutaussehenden Hipster, der als Werwolf nicht nur ganz oben auf der Verdächtigenliste steht, sondern auch Red mit ihrer Wolfphobie konfrontiert … und ganz neue Gefühle in ihr weckt. Doch welche Ziele verfolgt Ever? Und was haben Hook, Peter Pan, Alice und Prinzessin Jasemin mit der ganzen Geschichte zu tun?