In den letzten Tagen – auch während der Buchmesse – habe ich „Velvet Falls, but the Gods forgot to die“ von Julia Dippel gelesen. Das Buch ist 2025 bei Loomlight in der Thienemann-Esslinger Verlag GmbH erschienen und als New Adult Romantasy einzuordnen. Vielen Dank an dieser Stelle auch an den Verlag für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars im Rahmen einer Leserunde auf Lovelybooks.de.

Als die Sterne fielen, kehrte die Magie in unsere Welt zurück und mit ihr neue Götter. Seit diesem Tag träumte Velvet von der Aufnahme in einen Hexenzirkel, aber Schicksal und Verrat zwangen ihr einen anderen Weg auf: den einer Dämonenreiterin. Doch dämonische Kräfte sind unberechenbar, und als sie Velvet eines Tages mit Visionen einer brennenden Zukunft fluten, entdeckt sie, dass ein magisches Virus die unsterblichen Götter auszulöschen droht. Um es aufzuhalten, soll sie das Blut der sieben göttlichen Söhne beschaffen. Ein schier unmögliches Unterfangen – würde Velvet nicht zufällig einen der Göttersöhne kennen: Kash, alias Kashmere Sinclair, alias ihr Ex und der Grund für all ihre zerstörten Träume. Ihn um Hilfe zu bitten, reißt nicht nur alte Wunden auf, sondern stürzt Velvet in einen erbitterten Kampf um ihr Herz und die Rettung der Welt.
„Velvet Falls, but the Gods forgot to die“ ist der Auftaktband in die „Velvet“-Dilogie von Julia Dippel für Loomlight, mein erstes Buch der Autorin (also abgesehen von SuB-Werken). Das Buch lässt sich dabei klar als New Adult Romantasy einordnen, aufgrund des Settings könnte man es aber auch als Urban Fantasy kategorisieren. Empfohlen wird der Roman seitens des Verlags für Leser:innen ab 16 Jahren, aufgrund der sehr spicy Szenen sollte das definitiv auch die Untergrenze darstellen.
Die Handlung ist kurzweilig, actionreich, spannend und sehr spicy, auch wenn sich die Anzahl der Sexszenen durchaus genretypisch in Grenzen hält. Dabei verbleiben diese zudem – im Rahmen – geschmackvoll und nicht zu explizit, sodass man an der Alterseinschätzung festhalten kann. Zum Ende hin wird das Buch etwas hektisch, etwas verworren – und endet in einem Cliffhanger, der es leider nicht ermöglicht, das Buch als Standalone zu lesen. Bis dahin ist es jedoch ein absoluter Pageturner, ein wirklich unglaubliches Leseerlebnis, ein Highlight der letzten Zeit.
Denn auch das Setting ist atemberaubend. So entführt Julia Dippel die Leser:innen nach New Orleans und in die Götterstadt Imperion, nimmt sie mit auf eine Reise quer durch die ganze Welt, zum Beispiel nach Hongkong und in die Nähe von Moskau. Schillernde Partys und High Society wechseln sich hier mit hochgerüsteten Kämpfen ab, Magie und Technologie gehen einher und erschaffen eine Welt, die man gern sehen, fühlen und spüren würde und die – trotz aller Fantasie – nicht auf solche Profanitäten wie Pizza-Lieferdienste verzichtet.
Die einzelnen Figuren sind vielschichtig, haben Stärken und Schwächen, eigene Ziele und Motive – die immer noch nicht alle aufgedeckt sind. Hierbei überzeugen insbesondere wichtige Nebencharaktere wie Monty, Eddie, Cole und Joanne, während Kash nicht wirklich nachvollziehbar handelt. Julia Dippels Schreibstil lässt sich dabei leicht und flüssig lesen und das Kopfkino sofort anlaufen, ist insbesondere im ersten Teil auch sehr humorvoll und zieht die Leser:innen in die Handlung.
Die Buchgestaltung ist traumhaft. Lektorat und Korrektorat sind nur Kleinigkeiten durchgerutscht, der Buchsatz ist wunderschön und setzt nicht nur Chatnachrichten innovativ, sondern überzeugt vor allem durch hübsche Kapitelanfänge. Der Umschlag ist mit Goldfolie veredelt und mit Klappen versehen, das unter dem Umschlag befindliche Buch wunderschön und mit farbigen Coverinnenseiten ausgestattet. Dabei kann das Cover des unter dem Umschlag befindlichen Buches fast noch mehr brillieren als das auch hübsche, eigentliche Cover, das vor allem durch die Farbgestaltung punktet.
Mein Fazit? „Velvet Falls, but the Gods forgot to die“ ist ein wundervoller Auftakt in die Reihe mit tollem Setting, atemberaubender Spannung, knisternder Erotik und nur minimalen Schwächen, die den Lesegenuss nicht im Ansatz schmälern. Für Leser:innen des Genres ab dem vorgeschlagenen Alter von 16+ bedenkenlos zu empfehlen.


















































Und schon war gestern der fünfte Messetag angebrochen. Ein letztes Mal betrat ich kurz nach neun die Messehalle, unterhielt mich mit einigen Pressebetreuern, die selbst bloggen und zeichnen, und machte mich dann auf den Weg zur ersten Veranstaltung des Tages, einem Meet & Greet mit Nina MacKay, von der ich mir „
Im Anschluss wollte ich eine Veranstaltung mit Jostein Gaarder auf dem Blauen Sofa besuchen, doch diese fiel leider krankheitsbedingt aus. Spontan wechselte ich daher ins Lesezelt und sah mir die Buchvorstellung von „Das falsche Spiel der Meisterin“ an, dem dritten Band in Anna Ruhes Reihe um „Die Duftapotheke“.
Danach ging es dann für mich doch noch zum Blauen Sofa, auf dem zur Mittagszeit Jojo Moyes Platz nahm. Die Autorin vieler Weltbestseller stellte dort nicht nur ihr neuestes Buch „Wie ein Leuchten in tiefer Nacht“ vor, sondern sprach auch über den Brexit und die angekündigte Friendship-Tour.
Das Nachmittagsprogramm begann mit einer Lesung aus „Elya 1: Der weiße Drache“ von Dana Müller-Braun, die von zwei Schauspielern begleitet wurde, die Figuren aus ihrem Roman als Cosplay verkörperten. Ein tolles Bild – auch wenn mir ein Elya-Cosplay noch besser gefallen hätte :).
Und dann war es soweit – die letzte Veranstaltung der Messe für mich stand an. Erneut im Lesezelt stellte Karen M. McManus „Two Can Keep a Secret“ vor, ihr zweiter Roman nach dem Weltbestseller „One of Us Is Lying“. Beklemmende, düstere Jugendthriller – die sicherlich auch bald auf meiner Leseliste landen!
Zum Abschluss der Messe bummelte ich durch die Cosplay-Area, sah mir die Stände der Zeichner und Händler an und kaufte einige Postkarten, ein Poster und eine Funko-Figur. Damit endete die FBM für mich dieses Jahr – und der mittlerweile eingesetzte Messeblues wird nur dadurch gemildert, dass es in drei Wochen noch zum Lit.Love-Lesefestival geht. In den nächsten Tagen werde ich dann noch die Messe“ausbeute“ für Euch fotografieren – und ein großes Gewinnspiel ist auch angedacht – also bleibt wachsam!
Gestern besuche ich erneut die LoveLetter-Convention. Der zweite Messetag stand für mich dabei ganz im Zeichen deutscher Superstars. So begann der Tag direkt mit einem grandiosen Workshop. Mona Kasten und ihre Lektorin, Stephanie Bubley (LYX Verlag), diskutierten über den Autoren- und Lektorenalltag, über ihre Zusammenarbeit und über die Entstehungsprozesse von Büchern.
Auch danach blieb es informativ und spannend. Zum Thema „Social Media – Kommunikation zwischen Leser und Autor“ diskutierten Laura Kneidl, Ellen McCoy (Elvira Zeißler), Michelle Schrenk und Julia K. Stein. Moderiert wurde das Panel von Daniela Felbermayr. Quintessenz für mich ist, dass ich wohl meinen Blog stärker mit meinem Instagram-Account verknüpfen sollte, da mittlerweile viele Autoren und Leser nur noch über Instagram erreichbar sind.
Im Anschluss ging es für mich zum ersten offiziellen Meet & Greet des Tages – ich hatte mich schon das ganze Wochenende darauf gefreut, endlich Bianca Iosivoni wiederzutreffen. Die Autorin, deren Soul Mates Bücher bereits früh zu meinen diesjährigen Jahreshighlights zählten (
Vor der Mittagspause besuchte ich noch eine Lesung von Heike Ribguth. Aus dem neuesten Buch der Autorin „The Lucky Cowboy“ las der Schauspieler Falk-Willy Wild. Eine witzige und unterhaltsame Lesung – auch wenn ich sicherlich nicht als einziger etwas irritiert davon war, dass der Lesende selbst anscheinend unabgesprochen einige Veränderungen am Text vornahm – für mich als Autor wäre das ein absolutes NoGo.