In den letzten Tagen habe ich Bianca Iosivonis „Soul Mates“-Dilogie regelrecht verschlungen. Und auch wenn dies eigentlich schon alles aussagt, möchte ich Euch die beiden Bücher trotzdem noch näher vorstellen. Den Anfang macht heute der erste Band „Soul Mates: Flüstern des Lichts“. Der Roman ist 2017 im Ravensburger Buchverlag Otto Maier GmbH erschienen und dem Genre Young-Adult-Romantasy zuzurechnen.
Er sieht das Dunkle in ihrer Schönheit.
Sie sieht das Schöne in seiner Dunkelheit.
Zwei Seelen – für immer verbunden.
Doch im Kampf zwischen Licht und Schatten bedeutet ihre Liebe den Tod.
Wer ist der attraktive Typ mit der düster-gefährlichen Ausstrahlung, der Rayne abends auf der Straße vor einem Angreifer rettet? Wider Willen fühlt sich Rayne zu dem undurchschaubaren Colt hingezogen, und auch er sucht ihre Nähe. Immer wieder. Denn die beiden sind Seelenpartner. Doch die Licht- und Schattenwelt ist im Aufruhr, und während Colt auf der Seite der Lichtseelen steht, weiß Rayne nicht, zu wem sie gehört.
„Soul Mates: Flüstern des Lichts“ ist ein grandioser Auftakt einer spannungsgeladenen und emotionalen Dilogie. Direkt nach dem Lesen kam mir ein Vergleich in den Sinn – und ich hoffe, keine der Autorinnen, keines der Bücher, fühlt sich dadurch in irgendeiner Weise herabgewürdigt. „Soul Mates“ ist für mich das, was „Silberschwingen“ im Vorjahr war: Eine fast perfekte Young-Adult-Romantasy-Dilogie einer deutschen Autorin, ein bereits jetzt ziemlich sicheres Jahreshighlight.
Eingebettet in ein tolles amerikanisches Setting, beschreibt die Autorin den Konflikt zwischen Licht und Dunkelheit, zwischen Gut und Böse, auch wenn die Seiten nicht immer so klar verteilt zu sein scheinen. Dabei wird der Spannungsbogen die ganze Zeit gehalten und der Leser durch immer wieder auftretende unerwartete Wendungen und Spannungsspitzen auf eine Gefühlsachterbahn geschickt. Der Schreibstil der Autorin lässt sich gut und flüssig lesen und zieht den Leser in das Buch, sodass er es am liebsten gar nicht mehr aus der Hand legen möchte.
Gut gefällt mir, dass man als Leser zusammen mit Rayne die Welt der Licht-, Dunkel- und Nebelseelen kennenlernt, da sie ebenfalls neu und unerwartet in den Konflikt eintaucht. Ohnehin kann man sich gut mit ihr identifizieren, was nicht nur an dem Traumjob in der Buchhandlung liegt, sondern vor allem auch an der perfekt-gewählten, einzelnen Ich-Erzählperspektive, die für ein durchgängiges Kopfkino sorgt.
Der Roman überzeugt ebenfalls durch die Charaktergestaltung. Die einzelnen Figuren sind – sowohl was die Protagonisten, als auch die Nebencharaktere angeht – dreidimensional und vielschichtig angelegt, haben Stärken und Schwächen und entwickeln sich im Laufe der Handlung weiter. Einziges, kleines Manko aus meiner Sicht: Ein etwas zu offenes Ende, ein etwas zu heftiger Cliffhanger.
Die Buchgestaltung ist exzellent, Lektorat und Korrektorat haben sehr sauber gearbeitet. Der Buchsatz ist sehr schön – und hält sich, überraschend, an die alte Regel/Tradition, jedes Kapitel auf einer ungeraden Seite zu beginnen, was in der heutigen Zeit sehr selten geworden ist, ich aber sehr schätze. Das Cover des Buches ist traumhaft, sehr hochwertig und mit ausklappbaren, farbigen Coverinnenseiten versehen. Das Motiv ist ein wahrer Eyecatcher und bildet eine gelungene Einheit mit Band 2, sorgt für einen hohen Wiedererkennungswert.
Mein Fazit? „Soul Mates: Flüstern des Lichts“ ist ein rundum gelungener Auftakt in eine tolle Young-Adult-Romantasy-Dilogie, die bereits früh im Jahr große Chancen hat, in meine Jahreshighlights einzuziehen. Der Roman überzeugt durch plastische Charaktere, ein gelungenes Setting und eine spannende Handlung, sodass man das Buch gar nicht aus der Hand legen möchte. Für Genreliebhaber unbedingt zu empfehlen!

Mein Messetag begann mit einer Autorenveranstaltung. Laura Newman, die frischgekürte DSPP2018-Preisträgerin Monika Pfundmeier und die Literaturagentin Charlotte Larat diskutierten mit dem Moderator von Literaturcafe.de über den Aufbau einer Autorenmarke, sowie darüber, wie man als Autor die Qualität von Büchern sicherstellen kann. Danach ging es direkt für mich weiter zu einem Meet & Greet mit zwei weiteren bekannten Selfpublishern: J. Vellguth und Michael Meisheit (Vanessa Mansini), wo ich mir Jacquelines neuestes Werk „Der letzte Liebesbrief“ signieren ließ.
Im Anschluss ging der edukative Teil des Programms weiter – Halo Summer, Mira Valentin, Anika Ackermann und Laura Newman diskutierten, geleitet vom Pressesprecher von BoD, über das Schreiben von Geschichten im Fantasygenre. Leider war die Veranstaltung mit 30 Minuten bei der Anzahl von Gästen viel zu kurz, sodass leider nicht allzu viel Neues bei rumkam. Allerdings konnte ich mir nach der Veranstaltung Halos neuesten Märchenroman „Froschröschen“ signieren lassen, auf den ich mich schon sehr, sehr freue. Genauso freute ich mich darauf, danach endlich Anna Eichenbach wiederzutreffen, die auch unter „
Danach ging es Schlag auf Schlag weiter. Zuerst besuchte ich ein Meet & Greet mit (u.a.) der frischgebackenen Skoutz-Award-Gewinnerin Caroline Brinkmann, von der ich mir endlich „Die Vereinten“ signieren ließ, lauschte für einige Zeit der Lesung von J. Vellguth aus „Der letzte Liebesbrief“, und ließ mir auch noch die neue Anthologie des Drachenmond Verlages vom Covergott Alexander Kopainski signieren. Seine Cover bezaubern mich einfach immer aufs Neue, und gehören – aus meiner Sicht – zu den besten.
Bevor ich mich dem Abendprogramm widmete, stand noch eine letzte Veranstaltung auf dem Programm. Der chinesische Science-Fiction Superstar Cixin Liu sprach im Pavillon mit Literaturkritiker Denis Scheck, zudem waren eine Dolmetscherin, die Literaturübersetzerin und ein Sprecher für die Lesung der deutschen Passagen zugegen. Cixin Liu lobte die Frankfurter Buchmesse als größte der Welt, es freue ihn, dass so viele Menschen zusammenkommen, weil sie Bücher lieben. Ein schöner, gelungener Abschluss für den regulären Messetag.
Dann, dann endlich, war es soweit. Es war Zeit für Otto! Im Congress Center stellte er seine Biografie „Kleinhirn an alle“ vor und sang kleine Lieder. Standing Ovations, eine Anmoderation von Bärbel Schäfer, und eine gewisse Toleranz der Veranstalter dafür, dass er 15 Minuten überziehen durfte, rundeten den Auftritt ab. Ein rundum gelungener Abend, der mir noch lange im Gedächtnis bleiben wird. Auch am letzten Messetag werde ich übrigens den Saal bevölkern, denn er ist auch der traditionelle Veranstaltungsort der Deutschen Cosplay Meisterschaft, auf die ich mich bereits sehr freue.





Als mächtiges Halbwesen wird Thorn vom Clan der Silberschwingen gejagt – allen voran von Lucien, dem Thorn ihr Herz geschenkt hat. Zusammen mit ihrer Familie und den Rebellen flüchtet sie sich nach Glastonbury und lernt dort die Geschichte der Silberschwingen kennen. Eine Geschichte, die untrennbar mit einem jahrhundertealten Erbe verbunden ist, das sie erwecken muss, um sich und ihre Familie zu schützen, und den alten Konflikt endlich zum Ende zu bringen.