Pünktlich zum dritten Advent habe ich heute eine neue Buchvorstellung für euch! In den letzten Tagen habe ich den Liebesroman „Herz in Reparatur“ von Anna Fischer gelesen. Die Neuauflage des Buches ist 2018 bei Montlake Romance, Amazon Media EU S.à r.l. veröffentlicht worden, die Originalausgabe erschien unter dem gleichen Titel 2017 im Selfpublishing. Vielen Dank an dieser Stelle an den Verlag und die Autorin für die Bereitstellung eines Leseexemplares.
„Herz in Reparatur“ ist ein zauberhaftes Feel-Good-Buch mit einigen unerwarteten Twists, die den Leser immer mal wieder vom, genrebedingt vorhersehbaren, Handlungsablauf abbringen. Auch wenn das (malerische) Setting in Kalifornien eher sommerlich wirkt, ist der Roman auch ein idealer Begleiter für die Weihnachtszeit. Freundschaft, Liebe und die Rückbesinnung auf die wirklich wichtigen Dinge im Leben sind die zentralen Motive, die die Hauptfigur Emma nicht nur wiederfinden, sondern erst lernen und verinnerlichen muss.
Durch die perfekt gewählte Erzählperspektive (der Roman wird ausschließlich aus der Ich-Perspektive von Emma erzählt), gelingt es der Autorin, dass der Leser sich gut mit Emma identifizieren kann, sich mit ihr freut, mit ihr leidet – und ja, sie auch gelegentlich mal durchrütteln möchte. Ohnehin sind die Figuren vielschichtig und dreidimensional angelegt, haben Stärken und Schwächen und entwickeln sich – insbesondere Emma – im Laufe des Romanes weiter. Meine heimlichen Favoriten sind Burke und Victoria, beim etwas zu perfekten Matt MacKenzie hätte ich mir allerdings ein paar mehr Ecken und Kanten gewünscht.
Anna Fischers Schreibstil ist dabei leicht und flüssig zu lesen. Er transportiert die Gefühle zum Leser und sorgt dafür, dass man in die Geschichte gezogen wird. Gerade in den Dialogen findet sich dann auch die ein oder andere humorvolle Situation, die die Handlung auflockert. Erfrischend fand ich auch, dass mit Emma eine Protagonistin für den Roman gewählt wurde, die das dreißigste Lebensjahr bereits überschritten hat, die fest im Beruf verankert ist und über einiges an Lebenserfahrung verfügt.
Auch die Schwerpunktsetzung hat mich überrascht. Im Gegensatz zu dem immer stärker werdenden Trend in New-Adult- und Liebesromanen, wurden hier der komplette Fokus auf die Gefühle der Protagonisten gelegt und erotische Szenen lediglich vage angedeutet und komplett ausgeblendet – was mir ausnehmend gut gefallen und ideal in die Geschichte gepasst hat.
Die Buchgestaltung ist insgesamt gelungen. Lektorat und Korrektorat haben überzeugend gearbeitet, lediglich der Satz hat minimale Schwächen, die aber auch eher dem persönlichen Geschmack geschuldet sind. Das Cover ist hübsch, ich hätte mir aber etwas mehr Kreativität, etwas mehr Bezug zum Inhalt gewünscht.
Mein Fazit? „Herz in Reparatur“ ist ein überwiegend gelungener Liebesroman, der durch das malerische Setting und tolle Charaktere begeistert. Ein idealer Begleiter für den Urlaub oder für die Weihnachtszeit mit Feel-Good-Garantie – für Liebesromanleser bedenkenlos zu empfehlen.
