Dank der weitgestreuten Nominierung von der lieben Anna von „Welt aus Tinte und Papier“ nehme ich mir am heutigen Sonntag mal wieder etwas Zeit, ein paar buchige Fragen zu beantworten. Dies ist übrigens nicht der erste Beitrag zum Sunshine Blogger Award – meine Antworten von den letzten Malen findet Ihr *hier* und *hier*. Aufgrund der vielen Blogawards und Nominierungen (siehe auch die Beiträge zum „Liebster Award“ 1, 2 und 3 und zum „Mini Buchtraum Award„) verzichte ich dieses Mal sowohl auf eigene Fragen als auch auf neue Nominierungen.
Doch jetzt direkt zu Annas kreativen Fragen =).
1. Auf welche Neuerscheinung im Bücherherbst 2019 freust du dich am meisten?
– Puh, gleich keine einfache Frage zum Einstieg, da es so viele Bücher gibt, auf die ich warte, auf die ich mich freue. Der Großteil davon kommt allerdings erst 2020. Spontan für 2019 fällt mir dabei Ava Reed mit „Ashes and Souls – Schwingen aus Rauch und Gold“ ein. Das Cover sieht brillant aus – und Ava ist eine meiner Lieblingsautorinnen der letzten Jahre. Viel Potential für ein absolutes Highlight!
2. Schwarze Augen, großer Kopf: In nahezu jedem Bücherregal finden sich momentan Funko Pops. Kannst du den kleinen Figuren oder Buch-Merch im allgemeinen etwas abgewinnen?
– Ich. Liebe. Funkos! Ich finde die kleinen Figuren total knuffig und drollig, und habe derzeit etwa 35 Stück davon angesammelt. Über Sportstars wie Tom Brady, Promis wie Lady Diana Spencer und Serienstars wie Buffy oder Dana Scully bis hin zu Filmfiguren wie Hermine Granger ist alles dabei.
3. Eine Tasse Tee oder dein Lieblingsleseplatz: Gibt es etwas, das beim Lesen auf gar keinen Fall fehlen darf?
– Eigentlich nicht, da ich sehr oft in Bahnen, Bussen und Zügen lese. Zu einem Tee oder einer heißen Schokolade würde ich aber auch nicht nein sagen :).
4. Dein Must-Read: Welches Buch würdest du jedem empfehlen? Warum?
– Sehr schwer, es gibt so viele Bücher, die ich aus den verschiedensten Gründen liebe. Spontan würde ich mich aber für Ulla Schelers „Und wenn die Welt verbrennt“ entscheiden. „[Das Buch ist] ein Werk für die Zukunft – ein Weckruf, dass Aufgeben keine Option ist“ (Zitat aus der Buchbesprechung). Es ist kraftvoll und berührend, authentisch, fragil und bezaubernd – mein Buch des Jahres 2018.
5. Hast du ein Lieblingsbuchzitat? Wenn ja: Wie lautet es?
– Nicht wirklich. Wenn ich mir Zitate heraussuchen würde, würden die Bücher von Ava Reed, Ulla Scheler, Mona Kasten, Stella Tack, Bianca Iosivoni etc. nur so vor Klebezetteln strotzen. Allerdings habe ich einen schönsten ersten Satz. Er stammt aus „Es ist gefährlich, bei Sturm zu schwimmen“ (ebenfalls Ulla Scheler) und lautet: „Zu meinem achtzehnten Geburtstag schenkte mir mein bester Freund Ben eine Sachbeschädigung.“
6. Wessen Buchempfehlungen sind für dich Gold wert?
– Ich habe nicht den einen Lieblingsblogger, den einen Lieblingsbuchhändler. Vielmehr vertraue ich auf den Geschmack der Masse – wenn mir ein Buch oft und häufig unterkommt, wenn es für einen positiven Aufschrei sorgt, gefällt es mir in aller Regel auch – auch wenn Ausnahmen natürlich vorkommen können.
7. Liest du eher EBooks oder Printbücher?
– Ausschließlich Printbücher. Ich habe in meinem Leben bislang einen Roman und eine Kurzgeschichte als e-Book gelesen, besitze gar keinen Reader und möchte auch keinen.
8. Und sie lebten glücklich bis ans Ende ihrer Tage: Bevorzugst du Bücher mit einem Happy End oder kann es für dich gar nicht schlimm genug ausgehen?
– Das hängt etwas vom Genre ab, grundsätzlich präferiere ich aber Happy-Ends. Bei Romance sehe ich es sogar als Muss an =).
9. Greifst du lieber zu Büchern aus Publikumsverlagen oder gibst du auch Kleinverlagsautoren/Selfpublishern eine Chance?
– Ich lese durchaus auch Bücher von Indie-Verlagen und Selfpublishern, allerdings in aller Regel nur, wenn ich persönlich bereits Kontakt zu Verlag oder Autor habe, da sie mir sonst schlichtweg nicht auffallen würden. Spontankäufe oder mir noch unbekannte Werke und Autoren finde ich beim Stöbern in Buchhandlungen oder auf Messen – und da sind die großen Verlage deutlich präsenter.
10. Welche Romanfigur ist die unsympathischste, der du je zwischen zwei Buchdeckeln begegnet bist?
– Das ist – ausnahmsweise – mal einfach, auch wenn durchaus eine unpopuläre Meinung. Aber seit Beginn bin ich mit Hardin aus „After Passion“ nicht warmgeworden, kann seine Handlungen, Motive und Ziele nicht nachvollziehen. Im Film war er noch ganz in Ordnung, aber im Buch ist er mir absolut unsympathisch.
11. Welches Buch hast du dir noch nicht gekauft, obwohl es schon seit einer ganzen Weile auf deiner Wunschliste steht?
– Puh, auch hier gibt es viele, dutzende, hunderte. Ganz akut zum Beispiel „Flying High“ von Bianca Iosivoni, aber wenn es um ältere Bücher geht, zum Beispiel auch „Das Uhrwerk der Unsterblichen“ von Alexander Kopainski – meinem Lieblings-Coverdesigner.
So – das war mal wieder ganz schön viel Input =). Ich hoffe, Ihr hattet beim Lesen genauso viel Spaß wie ich dabei, Antworten zu suchen =).
In jeder Dunkelheit brennt ein Licht. Man muss es nur finden!
Auch heute zog es mich wieder früh am Morgen in die Verlagshallen von Random House – ein abwechslungsreiches Programm stand für den zweiten Tag des Lit.Love-Lesefestivals (#litlove2018) auf dem Plan. Der Veranstaltungsreigen begann für mich mit einem interessanten Talk zum Thema „Fiktion und Wahrheit im historischen Liebesroman“. Catherine Aurel, Maria Nikolai, Bettina Storks und die – mittlerweile – internationale Bestsellerautorin Petra Durst-Benning sprachen über ihre Bücher, über Recherche und darüber, wie Geschichte erlebbar wird. Für mich als Fan historischer Romane natürlich Pflicht.
Im Anschluss folgte die erste Veranstaltung des Tages auf der großen Bühne. Die dritte Headlinerin Rosie Walsh sprach mit Radiomoderatorin Anouk Schollähn über ihren Überraschungserfolg „Ohne ein einziges Wort“, und wie dieser ihr Leben verändert hat. Dabei sprach Rosie Walsh nicht nur über die Sonnenseiten des Erfolges, sondern auch über die Selbstzweifel, Schuldgefühle und über den Druck, den sie seitdem auf sich ausübt. Ehrlich, authentisch und sympatisch – eine wirklich gelungene Veranstaltung.
Vor der Mittagspause nahm ich noch an einem Workshop teil – den ich zwingend nötig habe :D. Blanvalet-Autorin Frieda Bergmann referierte zum Thema „Anfangen, Durchhalten, Fertigwerden – wie man neben Familie, Studium oder Beruf einen Roman schreibt“. Auch wenn es größtenteils nicht wirklich neue Erkenntnisse brachte, war es doch wichtig, diese mantraartig und engagiert von Frieda ins Gedächtnis geprügelt zu bekommen.
Nach der Pause ging es direkt mit Frieda weiter. Zum Thema „Oh bitte gib mir nur ein Wort – der Weg zum perfekt komponierten Roman“ talkten Frieda Bergmann, Anika Landsteiner und Stefanie Lasthaus. Neben den Ideen, der Plotgestaltung und den zentralen Motiven wurden auch erste und letzte Sätze besprochen. Da konnte ich natürlich nicht widerstehen, und musste Ulla Schelers ersten Satz aus „
Und dann war es endlich soweit. Die zweite Bühnenveranstaltung des Tages stand an, der letzte internationale Headliner, Kate Morton, gab sich die Ehre. Befragt von Anouk Schollähn gab sie Einblicke in ihr Leben, ihren Schreiballtag und ihre Bücher. So erzählte sie nicht nur, wie sie zum Schreiben gekommen ist, sondern begeisterte das Publikum mit witzigen Anekdoten und bislang unbekannten Fakten. Auch wenn sich einige Fragen mit der gestrigen Lesung überschnitten, war es doch wirklich, wirklich interessant.
Den Abschluss machte eine etwas ungewöhnliche Lesung. Marie Nikolai las aus „Die Schokoladenvilla“, parallel dazu lief eine Präsentation, die passende Bilder und Stadtansichten aus Stuttgart zeigte. So weit, so gut. Etwas irritiert war ich dann aber doch darüber, dass teils Marie selbst las, teils die Lesung aber vom Band aus der Präsentation kam. Warum sie nicht auch diese Szenen selbst hätte lesen können, erschließt sich mir immer noch nicht so genau. Abgesehen davon ist die Mischung aus einer historischen Familiengeschichte um die Jahrhundertwende wie perfekt für mich geschaffen (man denke nur an Downton Abbey – oder Gut Greifenau). Interessant wäre auch, das Buch mit den „Licht & Schatten“-Büchern von Veronika Lackerbauer zu vergleichen, da das Thema ja doch sehr, sehr ähnlich ist.
Im Rahmen der Freixenet-Happy-Hour ließ ich die tolle Lit.Love noch einmal Revue passieren – und freue mich bereits jetzt sehr auf das letzte Jahr. Dieses Jahr war die Veranstaltung geprägt von vier internationalen Headlinern (Sophie Kinsella, Kate Morton, Estelle Maskame und Rosie Walsh). In den letzten Jahren waren unter anderem Susan Elizabeth Phillips, Lucinda Riley, Anne Jacobs, Katherine Webb, Silvia Day und Geneva Lee vor Ort. Ich bin schon ganz gespannt, wen die Verlage nächstes Jahr auf uns loslassen werden :D. Meine Wünsche? Ulla Scheler (rechts abgebildet das Plakat von 2017 mit den Büchern, die damals in meine Tasche gewandert und zu meinen Lieblingsbüchern geworden sind), Manuela Inusa, Trudi Canavan und Dan Brown :D.
Seit dem Tod ihrer Zwillingsschwester Izzy hat Hannah ihre Sprache verloren. Als ihre Eltern keinen Ausweg mehr wissen, melden sie Hannah bei St. Anna an, einem Internat für Jugendliche in schwierigen Lagen. Zusammen mit Izzys Kater Mo, den Hannah als letzte Verbindung zum alten Leben mit ins Vorbereitungscamp geschmuggelt hat, trifft sie dort auf Levi, der sofort von dem geheimnisvollen Mädchen fasziniert ist und sich nichts sehnlicher wünscht, als endlich ihre Stimme zu hören.
Messesamstag. Trubel allenthalben – der vollste Messetag. Und doch waren die Gänge heute nicht so überfüllt wie in den letzten Jahren. Grund war die Wetterlage, die den Zug – und Flugverkehr zusammenbrechen ließ. Auch ich war im Nahverkehr betroffen, da ich nachts noch auf der Party der jungen Verlage war, und sowohl auf dem Hin- als auch auf dem Rückweg immense Probleme hatte. Mit nur zwei Stunden Schlaf ging es dann auf die Messe, zum absoluten Highlight-Tag, ganz im Zeichen der Jugendbücher.
Den Anfang machte Ava Reed, die aus ihrem neuesten Ueberreuter-Jugendbuch „Die Stille meiner Worte“ las. Grandios, berührend und eindringlich. Ich kann es kaum erwarten, das Buch zu lesen. Obwohl ich im Anschluss an die Lesung direkt zur Signierstunde ging – die erst eine halbe Stunde später beginnen sollte – fand ich mich schnell in der Mitte der Schlange wieder und musste etwa eine Stunde auf die ersehnte Signatur von Ava (und ein hübsches Magnetlesezeichen) warten – die Massen an Menschen hinter mir noch deutlich länger.
Scheler, die aus „Und wenn die Welt verbrennt“ las – ungewöhnlich, charismatisch und brilliant. 
Im Anschluss stand das alljährliche Anthologie-Autoren-Treffen beim Burgenwelt Verlag an. Bernd Schmitt und Alvar Borgan, beide aus „Auf düsteren Wegen“ (im Foto mit der Verlegerin Jana Hoffhenke), und Regine D. Ritter aus der Luther- und der Wellen-Anthologie sorgten für einen gelungenen und spaßigen Ausklang des Messetages.