Sunshine Blogger Award – Auf ein Neues!

Dank der weitgestreuten Nominierung von der lieben Anna von „Welt aus Tinte und Papier“ nehme ich mir am heutigen Sonntag mal wieder etwas Zeit, ein paar buchige Fragen zu beantworten. Dies ist übrigens nicht der erste Beitrag zum Sunshine Blogger Award – meine Antworten von den letzten Malen findet Ihr *hier* und *hier*. Aufgrund der vielen Blogawards und Nominierungen (siehe auch die Beiträge zum „Liebster Award“ 1, 2 und 3 und zum „Mini Buchtraum Award„) verzichte ich dieses Mal sowohl auf eigene Fragen als auch auf neue Nominierungen.

Doch jetzt direkt zu Annas kreativen Fragen =).

51IniBPiJsL._SX351_BO1204203200_1. Auf welche Neuerscheinung im Bücherherbst 2019 freust du dich am meisten?
– Puh, gleich keine einfache Frage zum Einstieg, da es so viele Bücher gibt, auf die ich warte, auf die ich mich freue. Der Großteil davon kommt allerdings erst 2020. Spontan für 2019 fällt mir dabei Ava Reed mit „Ashes and Souls – Schwingen aus Rauch und Gold“ ein. Das Cover sieht brillant aus – und Ava ist eine meiner Lieblingsautorinnen der letzten Jahre. Viel Potential für ein absolutes Highlight!

2. Schwarze Augen, großer Kopf: In nahezu jedem Bücherregal finden sich momentan Funko Pops. Kannst du den kleinen Figuren oder Buch-Merch im allgemeinen etwas abgewinnen?
– Ich. Liebe. Funkos! Ich finde die kleinen Figuren total knuffig und drollig, und habe derzeit etwa 35 Stück davon angesammelt. Über Sportstars wie Tom Brady, Promis wie Lady Diana Spencer und Serienstars wie Buffy oder Dana Scully bis hin zu Filmfiguren wie Hermine Granger ist  alles dabei.

3. Eine Tasse Tee oder dein Lieblingsleseplatz: Gibt es etwas, das beim Lesen auf gar keinen Fall fehlen darf?
– Eigentlich nicht, da ich sehr oft in Bahnen, Bussen und Zügen lese. Zu einem Tee oder einer heißen Schokolade würde ich aber auch nicht nein sagen :).

51fxsw4jf3L._SX328_BO1,204,203,200_4. Dein Must-Read: Welches Buch würdest du jedem empfehlen? Warum?
– Sehr schwer, es gibt so viele Bücher, die ich aus den verschiedensten Gründen liebe. Spontan würde ich mich aber für Ulla Schelers „Und wenn die Welt verbrennt“ entscheiden. „[Das Buch ist] ein Werk für die Zukunft – ein Weckruf, dass Aufgeben keine Option ist“ (Zitat aus der Buchbesprechung). Es ist kraftvoll und berührend, authentisch, fragil und bezaubernd – mein Buch des Jahres 2018.

5. Hast du ein Lieblingsbuchzitat? Wenn ja: Wie lautet es?
– Nicht wirklich. Wenn ich mir Zitate heraussuchen würde, würden die Bücher von Ava Reed, Ulla Scheler, Mona Kasten, Stella Tack, Bianca Iosivoni etc. nur so vor Klebezetteln strotzen. Allerdings habe ich einen schönsten ersten Satz. Er stammt aus „Es ist gefährlich, bei Sturm zu schwimmen“ (ebenfalls Ulla Scheler) und lautet: „Zu meinem achtzehnten Geburtstag schenkte mir mein bester Freund Ben eine Sachbeschädigung.“

6. Wessen Buchempfehlungen sind für dich Gold wert?
– Ich habe nicht den einen Lieblingsblogger, den einen Lieblingsbuchhändler. Vielmehr vertraue ich auf den Geschmack der Masse – wenn mir ein Buch oft und häufig unterkommt, wenn es für einen positiven Aufschrei sorgt, gefällt es mir in aller Regel auch – auch wenn Ausnahmen natürlich vorkommen können.

7. Liest du eher EBooks oder Printbücher?
– Ausschließlich Printbücher. Ich habe in meinem Leben bislang einen Roman und eine Kurzgeschichte als e-Book gelesen, besitze gar keinen Reader und möchte auch keinen.

8. Und sie lebten glücklich bis ans Ende ihrer Tage: Bevorzugst du Bücher mit einem Happy End oder kann es für dich gar nicht schlimm genug ausgehen?
– Das hängt etwas vom Genre ab, grundsätzlich präferiere ich aber Happy-Ends. Bei Romance sehe ich es sogar als Muss an  =).

9. Greifst du lieber zu Büchern aus Publikumsverlagen oder gibst du auch Kleinverlagsautoren/Selfpublishern eine Chance?
– Ich lese durchaus auch Bücher von Indie-Verlagen und Selfpublishern, allerdings in aller Regel nur, wenn ich persönlich bereits Kontakt zu Verlag oder Autor habe, da sie mir sonst schlichtweg nicht auffallen würden. Spontankäufe oder mir noch unbekannte Werke und Autoren finde ich beim Stöbern in Buchhandlungen oder auf Messen – und da sind die großen Verlage deutlich präsenter.

10. Welche Romanfigur ist die unsympathischste, der du je zwischen zwei Buchdeckeln begegnet bist?
– Das ist – ausnahmsweise – mal einfach, auch wenn durchaus eine unpopuläre Meinung. Aber seit Beginn bin ich mit Hardin aus „After Passion“ nicht warmgeworden, kann seine Handlungen, Motive und Ziele nicht nachvollziehen. Im Film war er noch ganz in Ordnung, aber im Buch ist er mir absolut unsympathisch.

51bU72hucOL._SX350_BO1204203200_11. Welches Buch hast du dir noch nicht gekauft, obwohl es schon seit einer ganzen Weile auf deiner Wunschliste steht?
– Puh, auch hier gibt es viele, dutzende, hunderte. Ganz akut zum Beispiel „Flying High“ von Bianca Iosivoni, aber wenn es um ältere Bücher geht, zum Beispiel auch „Das Uhrwerk der Unsterblichen“ von Alexander Kopainski – meinem Lieblings-Coverdesigner.

So – das war mal wieder ganz schön viel Input =). Ich hoffe, Ihr hattet beim Lesen genauso viel Spaß wie ich dabei, Antworten zu suchen =).

Ein kurzes Interview!

Im Zuge der Veröffentlichung der Anthologie „Der Schatten des Schwarzen Todes“ sind mit allen Autoren kurze Interviews geführt worden. Gestern durfte ich aus dem Nähkästchen über meine Geschichte und das Schreiben plaudern – und habe auch direkt die Gelegenheit genutzt, im Autorenfoto mein aktuelles Lieblingsbuch in die Kamera zu halten :D.

Das Interview könnt ihr unter anderem *hier* auf der Verlagsseite finden. Viel Spaß beim Lesen!

Auslosung des Blind-Date-Gewinnspiels

Heute möchte ich – ohne große Vorrede – das Blind-Date-Gewinnspiel des letzten Wochenendes auslosen. Eine Ausgabe von „Und wenn die Welt verbrennt“ geht an: Susi! Vielen Dank auch den anderen beiden Teilnehmern Tanja und Suse (susesbuchtraum). Nicht die Köpfe hängen lassen – das nächste Gewinnspiel folgt bestimmt bald, spätestens aber wohl zur Leipziger Buchmesse Ende März.

[Gewinnspiel] Blind Date mit einem Buch

Pünktlich zum Valentinstag nahm ich auf Facebook an einer tollen Aktion teil, die von der lieben Kollegin Janna Ruth ins Leben gerufen wurde (ihr Buch „Im Bann der zertanzten Schuhe“ habe ich auch bereits besprochen).

Unter dem Titel „Blind Date mit einem Buch“ wurden 33 Bücher mit einem Steckbrief vorgestellt – bereitgestellt von Autoren und Bloggern. Ich hatte mich schon früh zur Teilnahme entschieden, um eines meiner absoluten Lieblingsbücher wieder etwas mehr ins Rampenlicht zu rücken: „Und wenn die Welt verbrennt“ von Ulla Scheler, mein Jahreshighlight 2018. Dabei möchte ich Euch nach der Enthüllung den Steckbrief natürlich auch nicht mehr vorenthalten!

Klingt toll, nicht wahr? Und daher das Beste zum Schluss: Wenn Ihr Euch für dieses Buch interessiert, habe ich hier noch ein weiteres Exemplar rumliegen. Kommentiert einfach diesen Beitrag damit, warum Ihr das Buch lesen wollt, und schon hüpft Ihr in den Lostopf.

Hier noch die obligatorischen Teilnahmebedingungen

1. Die Teilnahme ist möglich bis zum 17.02.2019, 23:59:59 Uhr

2. Um teilzunehmen, müsst ihr einen Kommentar unter diesen Blogpost setzen.

3. Jeder, der die obigen Teilnahmebedingungen erfüllt, erhält ein Los. Es werden nur Kommentare unter dem Originalbeitrag auf WordPress in die Wertung/Verlosung genommen. Kommentare unter dem Facebook-Beitrag oder weiteren Beiträgen zählen nicht für die Verlosung.

4. Es ist keine Pflicht und es gibt auch keine Zusatzlose für das Rebloggen des Beitrages auf WordPress oder das Teilen und Freunde markieren auf Facebook. Freuen würde ich mich natürlich dennoch drüber :).

5. Nach Ablauf der Zeit wird das Gewinnspiel zeitnah ausgelost und der Gewinner wird sowohl hier als auch auf der Facebook-Seite veröffentlicht. Meldet sich der Gewinner dann nicht binnen einer Woche, wird der Gewinn neu vergeben.

6. Das Gewinnspiel steht in keinerlei Zusammenhang mit facebook oder WordPress.

7. Eine Barauszahlung der Gewinne ist nicht möglich.

8. Es existiert kein Rechtsanspruch auf den Gewinn. Für auf dem Postweg entstandene Verluste oder Schäden wird keine Haftung übernommen.

9. Der Verlosende behält sich vor, Kommentare, die ehrverletzend sind, gegen die guten Sitten verstoßen oder pornografische, gewaltverherrlichende oder rechts-/linksradikale Inhalte besitzen, zu löschen und von der Verlosung auszuschließen.

Viel Erfolg!

Ran an den SuB mit Ava 2018 – Jahresfazit

Bevor ich mich in den nächsten Tagen dem Januar-Thema für die SuB-Abbau-Challenge 2019 widme, möchte ich erstmal auf das vergangene Jahr zurückblicken. Alles zur Challenge im Jahr 2018 ist *hier* zu finden.

Von den 36 geplanten Büchern habe ich 28 gelesen und damit insgesamt sechs Monate komplett abgeschlossen – ein guter, aber für 2019 ausbaufähiger Wert :).

Unter den 28 Büchern waren sowohl SP-Bücher als auch Bücher von kleinen und von großen Verlagen. Es waren Bücher deutschsprachiger und internationaler Autoren, literarische Werke und Genreliteratur. Es fanden sich preisgekrönte Bücher, Einzelbände und Reihen, ein Buch eines Autorenduos und sogar eine Lyriksammlung. Alles in allem eine sehr bunte Mischung! Noch ein Fun Fact am Rande: Von den 28 gelesenen Büchern wurden sage und schreibe 25 von Frauen verfasst, lediglich drei von männlichen Autoren (Daniel Kehlmann und 2x Terry Brooks). Auch von den acht nicht gelesenen Büchern ist nur ein weiteres von einem männlichen Autoren geschrieben worden („Hundert Jahre Einsamkeit“ von Gabriel Garcia Marquez).

Zum Abschluss hier noch die Cover einiger meiner Highlights aus den 28 Werken.

[Jahresrückblick] Lesehighlights 2018

Den heutigen Sonn- und Feiertag möchte ich nutzen, Euch endlich meine Lesehighlights des vergangenen Jahres vorzustellen. Dieses Jahr fiel es mir echt schwer, mich zu entscheiden. Ich habe – wenn ich richtig gezählt habe – 36 Bücher gelesen, und die Qualität war so hoch, dass es zehn Bücher auf die Shortlist geschafft haben. Dieses Jahr mit dabei: Ava Reed, Emily Bold, Halo Summer, Mona Kasten, Caroline Brinkmann, Nina MacKay, Ella Zeiss (Elvira Zeißler), Marion Poschmann, Mariana Leky und Ulla Scheler. Meine Jahresrückblicke der vergangenen Lesejahre findet ihr unter folgenden Links: 2016, 2017. Doch nun, ohne weitere Vorrede, zu den einzelnen Platzierungen.

Knapp außerhalb meiner Top3 landeten folgende Bücher, die es aber alle definitiv verdient haben, genannt zu werden; die mich alle auf die ein oder andere Weise begeistert haben:

Doch kommen wir nun zum Siegertreppchen. Den dritten Platz teilen sich Halo Summer mit „Froschröschen: Das wahre Märchen“ und Mona Kasten mit „Begin Again“. Halo Summer, deren brilliantes Werk „Aschenkindel: Das wahre Märchen“ sogar Platz zwei meiner Jahreshighlights 2016 erreichte, gelingt es immer wieder, mit neuen Ideen, mit frischem Wind, und vor allem mit Charme und Witz, das Märchengenre zu revolutionieren, den Leser zu verzaubern. Mona Kasten – neuerdings #1-Bestsellerautorin – überzeugt mit gewaltigen Gefühlen, grandiosen Protagonisten und einem einfühlsamen Roman, der mich restlos begeistert hat. Bitte mehr davon!

Platz zwei teilen sich ebenfalls zwei alte Bekannte. Emily Bold mit „Silberschwingen: Erbin des Lichts“ und Ava Reed mit „Die Stille meiner Worte“. „Erbin des Lichts“ – hier stellvertretend für die komplette Dilogie – ist Young-Adult-Romantasy in Perfektion, berührt, begeistert und verzaubert. Bereits 2016 stand Emily mit „Lichtblaue Sommernächte“ auf Platz drei meiner Jahreshighlights. Wie im Vorjahr (damals mit „Wir fliegen, wenn wir fallen„) landet ein Werk von Ava auf Rang zwei. „Die Stille meiner Worte“ ist ein unglaublich berührender Jugendroman, gleichzeitig kraftvoll und zerbrechlich. Tolle Protagonisten, große Gefühle, ernste Themen und eine fesselnde, mitreißende Reise – ich kann das nächste Jugendbuch von Ava kaum erwarten.

Doch nun *trommelwirbel* zu meinem absoluten Jahreshighlight. Im letzten Jahr noch mit „Es ist gefährlich, bei Sturm zu schwimmen“ „nur“ auf einem geteilten ersten Platz, hat sie sich ihn dieses Jahr allein gesichert. „Und wenn die Welt verbrennt“ von Ulla Scheler ist mein Buch des Jahres. In meiner Rezenzion habe ich Ulla mit John Green verglichen, doch ich weiß nicht, ob ihr das gerecht wird. Ihre Figuren sind stark, schwach, verletzlich und lebensecht, die Handlung berührend und aufwühlend. Mehr als ein Buch, ein Weckruf, ein Plädoyer gegen das Aufgeben. So wie Alisas Rückkehr in die Normalität mit einem einzigen Kreidestrich begann, startete Ullas Siegeszug mit der ersten Seite. Einfach unvergleichlich.

Was waren Eure Highlights des Jahres? Welche Bücher haben Euch sprachlos gemacht, Euch zum Weinen gebracht? Rein damit in die Kommentare! 🙂

[lit.Love2018] München im Ausnahmezustand – Tag 2

20181111_101504Auch heute zog es mich wieder früh am Morgen in die Verlagshallen von Random House – ein abwechslungsreiches Programm stand für den zweiten Tag des Lit.Love-Lesefestivals (#litlove2018) auf dem Plan. Der Veranstaltungsreigen begann für mich mit einem interessanten Talk zum Thema „Fiktion und Wahrheit im historischen Liebesroman“. Catherine Aurel, Maria Nikolai, Bettina Storks und die – mittlerweile – internationale Bestsellerautorin Petra Durst-Benning sprachen über ihre Bücher, über Recherche und darüber, wie Geschichte erlebbar wird. Für mich als Fan historischer Romane natürlich Pflicht.

20181111_111204Im Anschluss folgte die erste Veranstaltung des Tages auf der großen Bühne. Die dritte Headlinerin Rosie Walsh sprach mit Radiomoderatorin Anouk Schollähn über ihren Überraschungserfolg „Ohne ein einziges Wort“, und wie dieser ihr Leben verändert hat. Dabei sprach Rosie Walsh nicht nur über die Sonnenseiten des Erfolges, sondern auch über die Selbstzweifel, Schuldgefühle und über den Druck, den sie seitdem auf sich ausübt. Ehrlich, authentisch und sympatisch – eine wirklich gelungene Veranstaltung.

20181111_121156Vor der Mittagspause nahm ich noch an einem Workshop teil – den ich zwingend nötig habe :D. Blanvalet-Autorin Frieda Bergmann referierte zum Thema „Anfangen, Durchhalten, Fertigwerden – wie man neben Familie, Studium oder Beruf einen Roman schreibt“. Auch wenn es größtenteils nicht wirklich neue Erkenntnisse brachte, war es doch wichtig, diese mantraartig und engagiert von Frieda ins Gedächtnis geprügelt zu bekommen.

20181111_141022Nach der Pause ging es direkt mit Frieda weiter. Zum Thema „Oh bitte gib mir nur ein Wort – der Weg zum perfekt komponierten Roman“ talkten Frieda Bergmann, Anika Landsteiner und Stefanie Lasthaus. Neben den Ideen, der Plotgestaltung und den zentralen Motiven wurden auch erste und letzte Sätze besprochen. Da konnte ich natürlich nicht widerstehen, und musste Ulla Schelers ersten Satz aus „Es ist gefährlich, bei Sturm zu schwimmen“ anbringen: „Zu meinem achtzehnten Geburtstag schenkte mir mein bester Freund Ben eine Sachbeschädigung“ – immer noch genial, und immer noch so präsent wie vor einem Jahr, als ich das Buch las.

20181111_151818Und dann war es endlich soweit. Die zweite Bühnenveranstaltung des Tages stand an, der letzte internationale Headliner, Kate Morton, gab sich die Ehre. Befragt von Anouk Schollähn gab sie Einblicke in ihr Leben, ihren Schreiballtag und ihre Bücher. So erzählte sie nicht nur, wie sie zum Schreiben gekommen ist, sondern begeisterte das Publikum mit witzigen Anekdoten und bislang unbekannten Fakten. Auch wenn sich einige Fragen mit der gestrigen Lesung überschnitten, war es doch wirklich, wirklich interessant.

20181111_161256Den Abschluss machte eine etwas ungewöhnliche Lesung. Marie Nikolai las aus „Die Schokoladenvilla“, parallel dazu lief eine Präsentation, die passende Bilder und Stadtansichten aus Stuttgart zeigte. So weit, so gut. Etwas irritiert war ich dann aber doch darüber, dass teils Marie selbst las, teils die Lesung aber vom Band aus der Präsentation kam. Warum sie nicht auch diese Szenen selbst hätte lesen können, erschließt sich mir immer noch nicht so genau. Abgesehen davon ist die Mischung aus einer historischen Familiengeschichte um die Jahrhundertwende wie perfekt für mich geschaffen (man denke nur an Downton Abbey – oder Gut Greifenau). Interessant wäre auch, das Buch mit den „Licht & Schatten“-Büchern von Veronika Lackerbauer zu vergleichen, da das Thema ja doch sehr, sehr ähnlich ist.

20171111_170650Im Rahmen der Freixenet-Happy-Hour ließ ich die tolle Lit.Love noch einmal Revue passieren – und freue mich bereits jetzt sehr auf das letzte Jahr. Dieses Jahr war die Veranstaltung geprägt von vier internationalen Headlinern (Sophie Kinsella, Kate Morton, Estelle Maskame und Rosie Walsh). In den letzten Jahren waren unter anderem Susan Elizabeth Phillips, Lucinda Riley, Anne Jacobs, Katherine Webb, Silvia Day und Geneva Lee vor Ort. Ich bin schon ganz gespannt, wen die Verlage nächstes Jahr auf uns loslassen werden :D. Meine Wünsche? Ulla Scheler (rechts abgebildet das Plakat von 2017 mit den Büchern, die damals in meine Tasche gewandert und zu meinen Lieblingsbüchern geworden sind), Manuela Inusa, Trudi Canavan und Dan Brown :D.

[LBM2018] Tag 3 – Von Sammelleidenschaften und tollen Überraschungen

20180317_002843Messesamstag. Trubel allenthalben – der vollste Messetag. Und doch waren die Gänge heute nicht so überfüllt wie in den letzten Jahren. Grund war die Wetterlage, die den Zug – und Flugverkehr zusammenbrechen ließ. Auch ich war im Nahverkehr betroffen, da ich nachts noch auf der Party der jungen Verlage war, und sowohl auf dem Hin- als auch auf dem Rückweg immense Probleme hatte. Mit nur zwei Stunden Schlaf ging es dann auf die Messe, zum absoluten Highlight-Tag, ganz im Zeichen der Jugendbücher.

20180317_103616Den Anfang machte Ava Reed, die aus ihrem neuesten Ueberreuter-Jugendbuch „Die Stille meiner Worte“ las. Grandios, berührend und eindringlich. Ich kann es kaum erwarten, das Buch zu lesen. Obwohl ich im Anschluss an die Lesung direkt zur Signierstunde ging – die erst eine halbe Stunde später beginnen sollte – fand ich mich schnell in der Mitte der Schlange wieder und musste etwa eine Stunde auf die ersehnte Signatur von Ava (und ein hübsches Magnetlesezeichen) warten – die Massen an Menschen hinter mir noch deutlich länger.

Mit leider fünf Minuten Verspätung ging es dann zu Ulla 20180317_121413Scheler, die aus „Und wenn die Welt verbrennt“ las – ungewöhnlich, charismatisch und brilliant. Zurecht ist das Buch ja bereits jetzt eines meiner Jahreshighlights – und auch wenn ich die Lesung von Ulla bereits im Rahmen der Lit.Love erlebt habe, war es trotzdem eine tolle Erfahrung. Umso mehr, dass Ulla (ich kann es immer noch nicht glauben) im Anschluss an ihre Lesung auf dem Weg durch die Hallen am Burgenwelt Verlagsstand gestoppt hat und mir für die Rezensionen zu ihren Werken gedankt hat. Supersympathisch – und ich komme immer noch nicht so ganz damit klar, dass mich eine so talentierte Autorin kennt :D.

Nachdem ich den Vormittag also mit meinen beiden deutschsprachigen Lieblingsjugendbuchautorinnen verbracht habe, erkundete ich am Nachmittag, nach einer ausgedehnten Pause am Stand des Burgenweltverlags, die Halle 1. Ziemlich überfüllt von den Cosplayern, war es dennoch wieder eine spannende Erfahrung – und eine ganz andere Welt. Neben zwei neuen Funko-Pop-Sammelfiguren (Schneewittchen und Rainbow Dash sind auch Postkarten der talentierten Zeichnerin Pantsu-Chii bei mir eingezogen.20180317_154215

20180317_165359Im Anschluss stand das alljährliche Anthologie-Autoren-Treffen beim Burgenwelt Verlag an. Bernd Schmitt und Alvar Borgan, beide aus „Auf düsteren Wegen“ (im Foto mit der Verlegerin Jana Hoffhenke), und Regine D. Ritter aus der Luther- und der Wellen-Anthologie sorgten für einen gelungenen und spaßigen Ausklang des Messetages.

Da ich mittlerweile mit der Erschöpfung kämpfe, werde ich es morgen, zum Messeausklang, nochmal etwas ruhiger angehen lassen, und planen nur noch mit wenigen Veranstaltungen. Aber dazu morgen mehr =).

[Buchgedanken] Ulla Scheler: „Und wenn die Welt verbrennt“

Ich melde mich aus dem Urlaub zurück – und fülle die Zeit vor der LBM noch mit einigen Rezensionen und Vorbereitungsposts – den Beginn macht heute ein definitives Jahreshighlight.

„Und wenn die Welt verbrennt“ ist nach dem genialen „Es ist gefährlich, bei Sturm zu schwimmen“ der zweite Roman von Ulla Scheler. Er ist 2017 bei heyne>fliegt, Verlagsgruppe Random House GmbH, erschienen und ist dem Genre Jugendbuch zuzurechnen.

51fxsw4jf3l-_sx328_bo1204203200_„Und wenn die Welt verbrennt“ ist die Geschichte von Felix und Alisa, die sich zufällig in München treffen. Sie, eine Medizinstudentin mit einem dunklen Geheimnis; er, ein Straßenkünstler, der mit Kreidezeichnungen Passanten auf den Asphalt bannt. Gemeinsam, ein unschlagbares Team, das sich perfekt ergänzt. Zusammen scheint alles möglich – bis Alisa schließlich im Lodern eines Feuers von den Schatten ihrer eigenen Vergangenheit eingeholt wird.

Wow. Nicht mehr – und nicht weniger – kann ich eigentlich zu diesem Buch sagen. Sollte es, trotz des gelugenen Debüts, noch Zweifler an Ulla Schelers Schreibtalent gegeben haben, sind diese restlos ausgeräumt. „Und wenn die Welt verbrennt“ ist ein leuchtender Stern am Jugendbuch-Himmel – und Ulla Scheler als Jugendbuchautorin so etwas wie das deutsche und weibliche Pendant zu John Green. Sie erschafft Charaktere, die stark und verletzlich zugleich sind, lebensecht aber auch vergänglich.

Ihre Figuren berühren – und man kann sich sofort mit ihnen identifizieren. Ich bin zwar kein Fan mehrerer Ich-Perspektiven, in diesem speziellen Fall kann ich es aber tolerieren, da so die Gedanken und Gefühle, Zweifel und Ängste, sowohl von Felix als auch von Alisa brilliant zum Ausdruck gebracht werden können. Dabei balanciert das Buch die ganze Zeit gekonnt auf der Trennlinie zwischen Liebes- und Schicksalsroman – und ergänzt sich daher zu einem ausgewogenen Jugendbuch, das die Facetten des Lebens anschaulich widerspiegelt. Ulla Schelers Schreibstil ist dabei so intensiv und gefühlvoll, dass er den Leser komplett in seinen Bann zieht.

20171112_223838Unerwartete Wendungen sorgen dafür, dass der Spannungsbogen die ganze Zeit aufrechterhalten wird. Und auch wenn man einiges vorherahnt, trifft die Wahrheit einen doch unvermittelt und hart – und man leidet mit Alisa, Felix und Adrian. Und trotz der Schatten der Vergangenheit ist „Und wenn die Welt verbrennt“ ein Werk für die Zukunft – ein Weckruf, dass Aufgeben keine Option ist. Denn die Rückkehr in die Normalität beginnt teils mit einem winzigen Schritt – oder wie Ullas Werk beeindruckend darstellt – mit einem Kreidestrich.

Nur am Rande noch kurz ein Lob an die Buchgestaltung, damit deren Arbeit nicht untergeht. Lektorat, Korrektorat und Buchsatz sind gelungen, das Cover ist – gerade im Hinblick auf den Inhalt – beeindruckend und intensiv – und hochwertig mit Prägedruck und ausklappbaren Coverinnenseiten gestaltet.

Mein Fazit? „Und wenn die Welt verbrennt“ ist ein brilliantes Jugendbuch, das sich auch vor Genregrößen wie John Green nicht verstecken braucht. Mit beeindruckenden Charakteren und einer intensiv-gefühlvollen Handlung vermag es restlos zu überzeugen. Unbedingt zum empfehlen.

[Jahresrückblick] Lesehighlights 2017

Heute möchte ich – nach dem Jahresrückblick als Blogger – das vergangene Jahr aus Lesersicht noch einmal Revue passieren lassen und Euch meine Jahreshighlights vorstellen. Dieses Jahr mit: Julia Adrian, Nina MacKay, Valentina Fast, Ava Reed, J. Vellguth, Dan Brown und Ulla Scheler. Da mich dieses Jahr lesetechnisch so begeistert hat, konnte ich gar nicht anders, als insgesamt 7 Bücher/Buch-Reihen auf das kuschelig-volle Siegertreppchen zu wählen. Insgesamt habe ich 2017 etwas mehr als 30 Bücher gelesen – und damit mein inoffizielles Ziel von 52 klar verfehlt. Für 2018 gelobe ich Besserung. Doch nun – ohne weitere Vorrede – zum Bronzerang.

51khaqt-sql-_sx326_bo1204203200_Den dritten Platz meiner Jahreshighlights teilen sich J. Vellguth mit „Das Päckchen“ und Nina MacKay mit „Rotkäppchen und der Hipster-Wolf“. Mit dem ersten Teil ihrer Märchenreihe (der Nachfolgeband „Aschenputtel und die Erbsen-Phobie“ liegt weit oben auf meinem SuB – ich freue mich schon riesig!) gelang Nina MacKay eine so humorvolle und witzige Märchenadaption, dass ich gar nicht anders konnte, als die einzelnen Figuren direkt in mein Herz zu schließen – dorthin, wo auch J. Vellguths herzerwärmende und süße Liebesgeschichte um eine Buchbloggerin und einen geheimnisvollen Fan einen festen Platz gefunden hat.

617m2b75rhbl-_sx312_bo1204203200_Auf dem Silberrang meiner Jahreshighlights befinden sich ebenfalls zwei Werke: „Wir fliegen, wenn wir fallen“ von Ava Reed und die „Royal“-Reihe von Valentina Fast (Sammelband 1). Mit ihrer zauberhaften Dystopie gelingt Valentina mehr als eine Kopie von Selection – Royal punktet als eigenständiges Werk mit wundervollen, mysteriösen Charakteren, einem exzellenten Weltenbau und vielen Überraschungen. Gleichsam überzeugend und ergreifend ist Avas Jugendbuch (wundervolles Cover: Alexander Kopainski!) – eine Ode an das Leben, das manchmal viel zu kurz sein kann. Den zweiten Royal-Sammelband lese ich derzeit (die Begeisterung hält an!) und Avas neuestes Jugendbuch bei Ueberreuter kann ich ebenfalls kaum erwarten.

51klbkb1ipl-_sx328_bo1204203200_Doch nun *trommelwirbel* – die drei Bücher, die mich im letzten Jahr am stärksten beeindruckt haben. Zum einen – erwartungsgemäß – Dan Brown mit „Origin“. Auch die fünfte Geschichte um Robert Langdon hat nichts an Brillianz und Spannung eingebüßt, steht den Vorläufern im Setting und im Schreibstil in nichts nach. Nachdem es im letzten Jahr mit Halo Summers „Aschenkindel“ eine Märchenadaption bis auf Platz 2 geschafft hat, geht es dieses Jahr für Julia Adrians Reihe um „Die Dreizehnte Fee“ (Band 1, 2, 3) noch ein Stückchen höher. Wort- und bildgewaltig, eindringlich und hochdramatisch erzäht Julia die Geschichte der Feen in Pandora – einfach magisch. Kurz vor Schluss hat sich jedoch noch ein drittes Buch ganz nach oben aufs Siegertreppchen geschoben: „Es ist gefährlich, bei Sturm zu schwimmen“ von Ulla Scheler. Ein meisterhaftes Jugendbuch, mit einem kompromisslosen, bestechenden Schreibstil. Die Geschichte um Ben und Hanna lässt niemanden kalt – und ist zauberhaft erzählt. Auch hier freue ich mich sehr auf „Und wenn die Welt verbrennt“, das zweite Jugendbuch der Autorin, das ich im Rahmen einer Challenge bereits im Januar lesen möchte.

Was waren Eure Lesehighlights des Jahres? Wer von Euch hat die genannten Bücher auch gelesen und wie fandet Ihr sie? Rein damit in die Kommentare :D.