Gestern startete die Leipziger Buchmesse mit dem ersten richtigen Messetag – und was war das für ein unglaublicher Beginn – mit unerwartet vollen Messehallen für einen Donnerstag. Mein Tag umfasste dabei Veranstaltungen mit Maja Lunde, Marc Raabe, Luisa Neubauer, Kristine Bilkau, Irina Rastorgueva, Thomas Weiler, Laila Stenseng und Astrid Böhmisch.
Dabei besuchte ich zum ersten Mal die offizielle Eröffnung des Gastlandstandes von Norwegen, da in diesem Jahr royaler Besuch angekündigt worden ist. Und obwohl – eine kleine Enttäuschung – Mette Marit ihre Messeteilnahme schlussendlich doch gesundheitsbedingt absagen musste, eröffneten Astrid Böhmisch als Direktorin der Leipziger Buchmesse und die norwegische Botschafterin Laila Stenseng (rechts abgebildet) den Stand – und die Messe – mit tollen Worten. So sprachen sie über die Wichtigkeit der Literatur und nahmen dabei auch Bezug auf den „Traum im Frühling“, das diesjährige Motto des Gastlandes.
Im Anschluss schlenderte ich durch die Hallen, um mir einen ersten Eindruck zu verschaffen, bevor es am Mittag für mich mit einem passenden norwegischen Highlight weiterging. Denn im BL:OOM (BloggerRoom) stellte Maja Lunde im Gespräch mit Ilke Sayan (@buch.geschichten) ihren Roman „Für immer“ vor. Dabei erzählte die Autorin der Bestsellerromane um das Klimaquartett von ihren Erlebnissen mit dem Älterwerden, der Motivation für den Roman und stand auch im Anschluss für Fotos, Fragen und Signaturen zur Verfügung – ein rundum gelungenes Event und eine tolle Einweihung der Veranstaltungsreihe im BL:OOM, in den es mich am Samstag und Sonntag ebenfalls nochmal verschlagen wird.
Am Nachmittag besuchte ich dann zur Abrundung des Programms auch eine Lesung. Auf der Bühne der Hugendubel Messebuchhandlung nahm Marc Raabe Platz und präsentierte zusammen mit seiner Lektorin seinen neuesten Thriller „Die Nacht“, Band drei der Reihe um Art Mayer. Zudem las er einige Stellen aus dem Roman – teils auch mehrfach, da es kleinere Tonprobleme gab. Aber auch für Hugendubel war es schließlich der erste Messetag. Da ich nachher vermutlich ebenfalls nochmal an einer Veranstaltung dort teilnehme, bin ich mal gespannt, wie es heute klappt.
Am Abend rundeten zwei Veranstaltungen auf der Literaturbühne von ARD, ZDF und 3sat meinen ersten Messetag ab. Den Anfang machte hierbei die Klimaaktivistin Luisa Neubauer, die im Gespräch mit Katty Salié ihr Buch „Was wäre, wenn wir mutig sind?“ vorstellte und darüber sprach, wie jeder inspirierend für andere Menschen kleine Schritte in Richtung einer gerechteren und klimafreundlicheren Gesellschaft tun kann – und wie sie es endlich geschafft hat, nun auch im Bücherregal ihrer Großmutter zu stehen.
Zum Abschluss erfolgte dann traditionell die Vorstellung der Gewinner des Preises der Leipziger Buchmesse. Dies waren in diesem Jahr Thomas Weiler (Übersetzung), Irina Rastorgueva (Sachbuch) und Kristine Bilkau, die für ihren Roman „Halbinsel“ (Luchterhand Literaturverlag, Penguin Random House Verlagsgruppe GmbH) den renommierten Preis in der Kategorie Belletristik gewann. Kristine Bilkau war mit ihrem Roman „Nebenan“ ebenfalls bereits für den Deutschen Buchpreis nominiert.
Damit endete mein erster Messetag – und das war erst der Anfang, aber definitiv ein Start nach Maß. Als heutige Highlights stehen unter anderem die Signierstunde von Valentina Fast auf dem Plan und das Pen-&-Paper-Rollenspiel mit Anabelle Stehl und Mikkel Robrahn. Doch dazu dann später oder morgen mehr.




