[Buchgedanken] Markus Heitz: „Die Rückkehr der Zwerge 2“ (Zwerge 6.2)

Um den Jahreswechsel habe ich „Die Rückkehr der Zwerge 2“ von Markus Heitz gelesen, nach *Band 1* der zweite Teil der Dilogie „Die Rückkehr der Zwerge“, die zusammen den 6. Teil der Zwerge-Reihe darstellt. Das Buch ist 2021 im Knaur Verlag, einem Imprint der Verlagsgruppe Droemer Knaur GmbH & Co. KG veröffentlicht worden und dem Genre High Fantasy zuzuordnen. Vielen Dank an dieser Stelle auch an den Verlag für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplares.

~~~ Achtung! Die folgende Rezension könnte milde Spoiler zum Vorgängerband enthalten! ~~~

Goïmron, Zwerg und Gemmenschneider, hat sich mit einigen Gefährten auf die Suche nach dem legendären Helden Tungdil Goldhand gemacht – und ist dabei mitten hinein in das größte Abenteuer seines Lebens geraten. Denn das Geborgene Land muss sich einer übermächtigen Bedrohung aus Orks, Menschen und Albae stellen. Während die Zwerge und ihre Verbündeten unter Führung der zwergischen Kriegerin Gata die Festung Brigantia belagern, versucht die Albae-Hexe Ascatoîa im Gebiet der Wunder zwei Drachengeschwister mit magischen Mitteln unter ihren Einfluss zu zwingen. Sollte ihr das gelingen, bräche eine finstere Zeit im Geborgenen Land an. Nur Goïmron, in dem unerwartete Kräfte schlummern, ist vielleicht in der Lage, das Schlimmste noch zu verhindern. Dabei braucht er unbedingt die Hilfe seiner Freunde und eines geheimnisvollen Artefakts, mit dem ausschließlich er kommunizieren kann. Aber was vermag das Artefakt noch anzurichten – und lässt es sich dauerhaft kontrollieren?

„Die Rückkehr der Zwerge 2“ knüpft nahtlos an die Handlung des ersten Bandes an und führt diese fort. Man folgt den Geschichten der altbekannten Charaktere, lernt aber auch neue kennen, sodass sich die Masse an Handlungssträngen eher erweitert, als zum Ende des Buches hin kleiner zu werden. Und – der einzige, größere Kritikpunkt am Buch bzw. der Dilogie – davon werden zu wenige aufgelöst, viele Handlungsstränge bleiben offen und sorgen dafür, dass man etwas unbefriedigt zurück bleibt.

Abgesehen davon ist die Handlung sehr abwechslungsreich und spannend, weiterhin sehr fragmentarisch und durch die velen Wechsel entschleunigt. Durch den – natürlich bei dem Reihentitel sinnigen – Fokus auf den Handlungsstrang um Goïmron, dauert es teilweise sehr lang, bis andere Handlungsstränge wieder aufgegriffen werden. So geht einer der interessantesten, der um Stémna, zum Beispiel völlig unter.

Der Weltenbau und das Setting bleiben weiterhin die Highlights des Romanes, man reist an bislang unbekannte Ecken der Reiche und lernt so nach und nach mehr über die Hintergründe der gesamten Welt von Markus Heitz kennen. Auch wenn es etwas dauert, bis man die ganzen Orte, Reiche und Völker zuordnen kann, bekommt man doch irgendwann einen guten, stimmigen Überblick.

Die einzelnen Charaktere werden im Wesentlichen konsequent weiterentwickelt. Neben Stémna, Klaey, Rodana, Xanomir und Brûgar, die ich bereits in Buch 1 als stärkste Charaktere erwähnt habe und die weiterhin überzeugen, begeistert mich in Band 2 zusätzlich Gata, die sich gut entwickelt hat. Goïmron bleibt weiterhin etwas blass – und auch von Goldhand hätte ich mir etwas mehr erwartet.

Die Buchgestaltung ist erneut auf ganzer Linie gelungen. Lektorat, Korrektorat und Buchsatz haben sauber gearbeitet, der Buchumschlag ist auf dem Titel und Buchrücken hochwertig geprägt und mit Klappen und farbigen Coverinnenseiten versehen. Das Cover bildet mit Teil 1 ein zusammenhängendes Titelbild und sorgt so für einen gelungenen Gesamteindruck der Reihe.

Mein Fazit? „Die Rückkehr der Zwerge 2“ führt die Dilogie zu einem würdigen Abschluss und sorgt für eine gelungene Rückkehr in die Welt der Zwerge. Dabei brilliert das Buch dank toller Charaktere und einem gelungenen Setting, löst aber leider zu wenige Handlungsstränge auf. Für Liebhaber des Genres bedenkenlos zu empfehlen – aber nicht losgelöst vom ersten Band.

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